Das Lexikon für (Fach-)Begriffe in der Fotografie

Dieses Fotolexikon soll dir den Einstieg in die Fotografie erleichtern. Klicke auf den gesuchten Begriff und es öffnet sich die Beschreibung. Findest du den gesuchten Begriff nicht, schreib‘ ihn in die Kommentare.

Die Liste an Begriffen wird fortaufend ergänzt.

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Abbildungsmaßstab

Der Abbildungsmaßstab gibt an, wie groß das fotografierte Objekt auf deinem Sensor abgebildet wird. Dies ist insbesondere in der Makrofotografie von Bedeutung. Denn hier wollen Fotograf*innen kleine, unscheinbare Dinge nach Möglichkeit im Verhältnis 1:1 oder noch größer darstellen. 1:1 bedeutet: Das Objekt wird auf dem Sensor so groß abgebildet, wie es in der Realität auch ist.

Die Bezeichnung „1:1“ oder „1:2“ bezieht sich dabei auf den maximal möglichen Maßstab. Du kannst also mit einem Objektiv, dass einen Abbildungsmaßstab von „1:2“ zulässt, auch mit kleineren Maßstäben fotografieren. Dies hängt in der Regel von verschiedenen Faktoren ab. Ein entscheidendes Kriterium ist die Entfernung von Objektiv/Sensor zum Motiv. Je weiter weg, desto kleiner wird der Maßstab. Und natürlich auch von der Brennweite. Mit einer großen Brennweite kannst du auch einen größeren Abstand zum Motiv halten. Das ist besonders bei Insekten sehr hilfreich. Ihre Fluchtdistanz ist doch recht groß.

Ein weiterer wichtiger Aspekt kommt beigroßen Abbildungsmaßstäben zum Tragen: Je größer der Maßstab, desto geringer der Bereich der Schärfe. Insbesondere Menschen in der Macrofotografie können davon ein Lied singen. Denn beispielsweise eine Hummel im Maßstab 3:1 komplett scharf im Bild darzustellen, braucht einiges an Übung. Und in der Regel einen sogenannten Fokusschlitten. Damit kannst du mehrere Bilder aufnehmen und den Schärfepunkt beispielsweise mit jedem Bild weiter nach hinten verlegen. Im Anschluss rechnest du die Bilder am Computer zusammen und du erhältst ein Bild, in der die Hummel wirklich von den Fühlern bis zum Plüschhintenr scharf ist.

Einige Objektivhersteller bewerben Teleobjektive gern mit dem Zusatz „Macro“. Das ist aber meist nicht mehr als ein Marketinggag. Denn für tatsächliche Makroaufnahmen ist der Abbildungsmaßstab viel zu klein, meist irgendwo zwischen 1:5 und 1:7.

Für weitere Informationen möchte ich dir die Seite Harald Schirmers ans Herz legen. Er hat das Thema Abbildungsmaßstab sehr ausführlich erklärt, falls dir die Kurzbeschreibung nicht reichen sollte.

Abblenden/Aufblenden

Der Begriff Abblenden beschreibt das Schließen der Blende, also die Erhöhung der Blendenzahl und die Verkleinerung der Blendenöffnung. Beispielsweise um:

  • die Schärfentiefe zu erhöhen
  • Abbildungsfehler (wie Vignettierung oder Randunschärfen) zu reduzieren
  • die Lichtmenge, die in die Kamera gelangt zu reduzieren

Das Gegenteil zum Begriff „Abblenden“ ist der, weniger gebräuchliche Begriff „Aufblenden“.

Näheres zur Blende findest du unter dem Begriff „Blende“ oder im Artikel „Die Blende – der Zaubertrank für deine Fotos“.

Abblendtaste

Im Normalzustand ist bei modernen Kameras die Blende immer komplett geöffnet. Sie wird erst im Moment des Auslösens soweit geschlossen, wie angegeben. Dies hat den Vorteil, dass bei Spiegelreflexkameras (DSLR) das Sucherbild sehr hell ist.

Hat aber auch den Nachteil, dass du im Sucher die Schärfentiefe nicht sehen kannst. Dafür gibt es an vielen DSLR-Gehäusen die sogenannte Abblendtaste.

Bei Betätigung schließt sich die Blende auf den angegebenen Wert. So erkennst du im Sucher wie groß die Schärfentiefe ist. Allerdings verdunkelt sich dabei auch dein Sucherbild. Zur Vollständigkeit: Bei sehr alten oder adaptierten Objektiven kannst du die Blende nicht über die Kamera steuern. Die Blende wird mechanisch gesteuert. Du drehst am Blendenring, das Sucherbild verdunkelt sich und du siehst im Sucher, wo dein Bild scharf ist. Der Begriff dafür heißt „Arbeitsblende“.

Ein großer Vorteil der spiegellosen Systemkameras (DSLM) im Vergleich zu den DSLR: Der Sucher überträgt dir das Bild so, wie es beim Auslösen auf der Speicherkarte abgelegt wird. Du siehst, flappsig ausgedrückt, was dein Sensor sieht.

APS-C-Format

APS-C bezeichnet einen Bildsensor oder Film, der kleiner als ein Kleinbildfilm ist. Die Abkürzung steht für „Advanced Photo System type-C“. Das „C“ steht dabei für „Classic“, was auf einen Sensor oder Film im klassischen 3:2-Format hinweist.

Gegenüber dem Kleinbild-Format (36 x 24 Millimeter) beschränkt sich das APS-C-Format auf eine kleinere Fläche: 25,1 x 16,7 Millimeter.

Entwickelt wurde diese Bildträgergröße als Alternative zum Kleinbildfilm in den 1990er Jahren. Nahezu alle großen Kamerahersteller unterstützten dieses Format, dass ohne die typischen Perforationen am Rand auskam. Durch diese Einsparung und die kleinere Fläche des Bildträgers ließen sich deutlich kleinere Gehäuse konstruieren. Doch die Entwicklung kam für einen neuen Weltstandard zu spät.

Bildsensoren ließen sich immer günstiger produzieren. Dadurch eroberten die Digitalkameras die Fotografie. Zumal die Vorteile der Digitalen Fotoapparate auf der Hand lagen:

  • Die Fotos sind sofort sichtbar.
  • Das Ergebnis lässt sich sofort überprüfen.
  • Die Bilder müssen nicht mehr aufwendig, chemisch entwickelt werden.
  • Aufnahmefehler können direkt bemerkt und behoben werden.

Während die APS-C-Filme recht schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwanden, trat das Format in den digitalen Spiegelreflexkameras einen wahren Siegeszug an. Denn die kleineren Sensoren ließen sich wesentlich günstiger produzieren.

Erst im Zuge der stetigen Weiterentwicklung der Technologie rückten Bildsensoren im Kleinbild-Format (auch gern als „Vollformat“ bezeichnet) in bezahlbare Regionen.

Das APS-C-Format ist dennoch präsent. Nicht zuletzt, weil einige Hersteller nach wie vor Kameras mit dieser Sensorgröße anbieten. Während einige Hersteller das APS-C-Format vornehmlich in Einstiegskameras verbauen, bietet beispielsweise Fuji ausschließlich Kameras mit APS-C-Sensoren an (mit Ausnahme der GF-Serie…).

Achtung: Durch die kleinere Sensor- oder Filmgröße ergibt sich bei Brennweiten ein kleinerer Bildwinkel im Vergleich zur gleichen Brennweite mit Sensor oder Film in Kleinbildgröße. Dafür findest du häufig die Bezeichnung „Cropfaktor„. Ein Kleinbildsensor verfügt über die anderthalbfache Fläche eines APS-C-Sensors. Entsprechend entsteht ein anderthalbfach vergrößerter Bildwinkel bei gleicher Brennweite. Mit anderen Worten: Ein 50 Millimeter Objektiv an APS-C-Format hat einen Bildwinkel wie ein 75 Millimeter Objektiv am Kleinbild-Format.

APS-H-Format

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Astrofotografie

Die Astrofotografie bezeichnet einen Bereich, in dem es um Aufnahmen von Himmelsobjekten wie Planeten, Nebel, Galaxien im Weltall geht. Folgende Herausforderungen stellen sich dir, wenn du dich in diesem Bereich austoben möchtest:

  • Die Erde bewegt sich. Zum einen rotiert sie und zum anderen bewegt sie sich um die Sonne herum.
  • Die Objekte, die du fotografieren möchtest, bewegen sich ihrerseits ebenfalls und verändern ihre Position am Himmel.
  • Um Objekte im Weltall auf einem Sensor zu bannen, benötigst du nahezu vollkommene Dunkelheit.

Dennoch gibt es auch hierfür Lösungen. So gibt es Mechaniken, die automatisch die Ausrichtung auf bestimmte Objekte beibehalten. Ganz praktisch gesprochen: Du möchtest den Mond fotografieren. Da sich dieser bewegt, können sogenannte Nachführungseinheiten die Ausrichtung trotz Bewegung der Erde und des Mondes beibehalten. So sind sehr lange Belichtungszeiten möglich.

Ein ähnliches Problem, wie beim ersten Punkt. Du brauchst eine spezielle Vorrichtung, um die Ausrichtung deiner Kamera auf das Objekt zu fixieren.

Und der letzte Punkt ist auch nicht zu unterschätzen. Richtige Dunkelheit erleichtert die Astrofotografie enorm. Allerdings gibt es in Deutschland so gut wie keine dunklen Landstriche mehr. Wirf mal einen Blick auf die Lichtverschmutzungskarte, dann verstehst du das Problem.

Ein häufiges Motiv in der Astrofotografie ist die Milchstraße.

milchstraße über der ostsee

Wenn du ausführlichere Informationen zur Astrofotografie suchst: Die Website Astroshop hat einen Beitrag zur Astrofotografie für Einsteiger verfasst.

Auflagemaß

Das Auflagemaß gibt grundlegend die Entfernung des Bajonetts zur Sensorebene an. Bei der Fuji S5 im Bild beträgt dieses Maß 46,5mm.

kamerabeispiel für abstand zwischen bajonett und sensorebene

Sehr häufig in Berührung mit diesem Maß wirst du vermutlich nicht kommen. Es könnte für dich relevant werden, wenn du alte (also so richtig alte) und markenfremde Objektive an deiner neuen Kamera verwenden willst. Zum Beispiel ein altes Zeiss Distagon 28/2.8 an einer Fuji X-T3.

Da die Kamerahersteller unterschiedliche Auflagemaße und Anschlüsse verwenden, wirst du im oben genannten Beispiel einen Adapter benötigen. Dieser erfüllt zwei Funktionen:

  1. Der Adapter verfügt an der einen Seite über den Anschluss des Objektivs. Auf der anderen Seite über den Anschluss der Kamera (um beim obigen Beispiel zu bleiben: Der Adapter hat einen Contax/Yashica-Anschluss auf der einen Seite und einen Fuji-X-Anschluss auf der anderen Seite.).
  2. Der Adapter stellt den richtigen Abstand zwischen Bajonett und Sensorebene her. Denn das Objektiv wurde für den Abstand einer Contax/Yashica-Kamera berechnet.

In diesem Falle sind die spiegellosen Kameras sehr stark im Vorteil. Denn das Auflagemaß im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera ist sehr gering. Es fehlt der platzfressende Spiegel im Kameragehäuse. Entsprechend kannst du mit den verschiedenen Adaptern das Auflagemaß auf den gewünschten Abstand verlängern (was übrigens dazu führte, dass die Preise für alte Objektive ziemlich in die Höhe schossen). Das Auflagemaß zu verkürzen ist hingegen nahezu unmöglich. Dies war übrigens in meiner Anfangszeit bei Nikon (und bei der abgebildeten Fuji) ein ziemliches Problem. Denn bei diesen Kameras ist der Auflagemaß sehr groß. Das schränkte seinerzeit die Auswahl an alten, und oftmals günstigen, Objektiven sehr ein. Denn die meisten Hersteller nutzten geringere Abstände.

Auflösung

Die Auflösung gibt an, wie fein Details und Strukturen aufgenommen und wiedergegeben werden. Besonders auffällig wird dies, wenn man Bilder mit vielen kleinen Details aus unterschiedlich alten Kameras vergleicht. So sind auf einem Bild bei einer Kamera mit 6 Megapixel Auflösung wesentlich weniger Details zu erkennen, als bei einer Kamera mit 24 Megapixel.

Aber auch das verwendete Objektiv spielt bei der Auflösung eine entscheidende Rolle. Je hochwertiger und besser die Berechnungen für das Objektiv vorgenommen wurden und je besser das für die Linsen verwendete Glas, desto höhere Auflösungen, also detailreichere Bilder lassen sich damit erstellen.

Allerdings bedeutet eine hohe Auflösung in der Regel auch höhere Kosten.

Autofokus

Mit dem Autofokus stellt deine Kamera automatisch Objekte/Motive scharf. Vermutlich kennst du das von deiner Kamera folgendermaßen: Du drückst den Auslöser halb durch und die Kamera versucht auf ein Objekt scharfzustellen. Ist dies gelungen, drückst du den Auslöser komplett durch und nimmst das Bild auf. Dies klappt bei ruhenden Motiven und ausreichend Licht extrem gut. Allerdings gibt es Bereiche in der Fotografie, in denen es die Kamera nicht so leicht hat: beispielsweise rennende Hunde oder andere sich bewegende Motive. Aber auch dafür gibt es Lösungen: Unterschiedliche Autofokus-Modi.

  • AF-S (bei Canon auch „One Shoot AF“ genannt): Die Kamera stellt genau einmal scharf. Sie versucht erst wieder neu zu fokussieren, wenn du den Auslöser erneut zur Hälfte drückst.
  • AF-C (bei Canon auch „AI Servo AF“ genannt): Die Kamera stellt koninuierlich scharf. Damit kannst du sich bewegende Objekte verfolgen und immer wieder auslösen.
  • AF-A: Die Kamera übernimmt komplett selbst die Entscheidung, wo, wie und was sie scharf stellt.

Neben diesen grundlegenden Modi entwickelten und entwickeln die verschiedenen Hersteller noch weitere Möglichkeiten des automatisierten Scharfstellens. Moderne Kameras erkennen sehr zuverlässig Gesichter. Und mittlerweile auch, wenn diese Gesichter lächeln. Weitere Entwicklungen zielen darauf ab, dass nicht nur menschliche Gesichter erkannt werden, sondern auch tierische. Das soll den Aufwand vereinfachen, wenn du beispielsweise deinen Hund im Laufen fotografieren willst. So soll die Kamera automatisch erkennen, wo sich die Augen des Hundes befinden und diese kontinuierlich scharf stellen.

Bajonett-Anschluss

Der Bajonettanschluss bezeichnet die am weitesten verbreitete Kopplungsart zwischen Objektiv und Kamera. Durch verschiedene Aussparungen wird das Objektiv an die Kamera angesetzt und dann durch eine viertel bis halbe Drehung eingerastet. Unterschiedliche Hersteller verfügen über unterschiedliche Bajonette. Wenn du dir also ein anderes Objektiv kaufen willst, musst du besonders auf die Anschlussart achten. Im folgenden eine kurze Auflistung der aktuell (Stand: September 2022) verbreitetsten Bajonett-Anschlüsse:

  • Canon EF (für Spiegelreflexkameras der EOS-Reihe)
  • Canon EF-M (für spiegellose EOS-M-Kameras)
  • Canon EF-R (für spielgellose EOS-R-Modelle)
  • Nikon F (für Nikon-Spiegelreflexkameras seit 1959)
  • Nikon Z (für spiegellose Systemkameras der Z-Serie)
  • Fuji X (für spiegellose Systemkameras der X-Serie)
  • Sony A (für Sony-Spiegelreflexkameras)
  • Sony E (für spiegellose Systemkameras der Alphaserie)
  • Olympus mFT (für Olympus und Panasonic-Kameras der G-Serie)
  • Pentax K (für Pentax-Spiegelreflexkameras)
  • L-Bajonett (für Leica-, Panasonic- und Sigma-Kameras ab 2018)

Belichtung

Die Belichtung meint den eigentlichen Vorgang des Fotografierens. Bei Filmen und Platten sorgte einfallendes Licht in einem lichtdichten Kasten für eine chemische Reaktion. An deren Ende stand schließlich, nach einigen Entwicklungsschritten, das fertige Bild. In der digitalen Fotografie wandeln Fotodioden das einfallende Licht in elektrische Ladung um. Nach weiteren Schritten entsteht daraus das fertige digitale Bild.

Belichtung in einem weiteren Zusammenhang meint die Erfassung von Helligkeitswerten in einem Bild. Diese Erfassung steuerst du indirekt mit der Lichtmenge, die du in die Kamera gelangen lässt. Die Steuerung erfolgt durch die Blende und durch die Belichtungszeit. Zwar kannst du auch mit der Lichtempfindlichkeit des Sensors die Belichtung verändern. Dabei veränderst du aber nicht die Lichtmenge, sondern nur das Verhalten des Bildsensors.

Wie sich Blende, Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit gegenseitig beeinflussen und worauf du bei der Belichtung deiner Fotos achten solltest, erkläre ich dir in meinem Artikel: Das Belichtungsdreieck – meistere dein fotografisches Werkzeug.

Eng mit dem Begriff der Belichtung verbunden, ist das Histogramm. Es zeigt dir in Diagrammform die Helligkeitsverteilung in deinem Foto.

Ausführlicher erkläre ich dir Belichtung und Histogramm in meinem Blogartikel: Die „richtige“ Belichtung – das Histogramm als Hilfsmittel.

Belichtungsdreieck

Das Belichtungsdreieck stellt schematisch die Beziehung zwischen den drei Grundelementen der Fotografie dar. Das sind: Blende, Belichtungszeit und ISO/Lichtempfindlichkeit. So wird verdeutlicht, dass die drei Elemente miteinander in Verbindung stehen. Veränderst du einen der Parameter, musst du einen oder auch beide, der anderen Parameter ebenfalls verändern.

Ein Beispiel: Du fotografierst mit einer Belichtungszeit von 1/50s. Dies ist dir zu lang. Du verkürzt die Belichtungszeit auf 1/100s. Damit die Belichtung des Bildes gleich bleibt, kannst du entweder die Blende öffnen, oder die Lichtempfindlichkeit erhöhen.

Im Artikel Das Belichtungsdreieck – meistere dein fotografisches Werkzeug habe ich dir dieses Schema umfangreicher und genauer aufbereitet.

Belichtungsmessung/Messmethode

Die Belichtungsmessung in deiner Kamera misst die Helligkeitswerte deines Motivs, um dir so ein korrekt belichtetes Bild zu ermöglichen. Mehr zur Belichtung findest du im Beitrag Die „richtige Belichtung“.Fotografierst du in einem der automatischen Aufnahmemodi, also A, S, P oder einem Motivprogramm, berechnet die Kamera daraus die jeweiligen Werte der Belichtung des Bildes: Blende, Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit (ISO).

Die meisten Kameras verfügen über drei verschiedene Arten der Belichtungsmessung:

  • Die Matrixmessung. Die Kamera erfasst die Helligkeitswerte über das gesamte Bild und errechnet anhand eines Algorithmus die notwendigen Einstellungen. Hier kann es dir passieren, dass die Programmierung des Algorithmus allerdings verschiedene Bereiche im Bild unterschiedlich stark gewichtet. Einige Hersteller koppeln die Gewichtung wohl auch an das aktivierte Autofokusmessfeld.
  • Die mittenbetonte Integralmessung. Bei dieser Methode misst die Kamera die Helligkeitsunterschiede in einem größeren Bereich der Bildmitte. Die Bildränder bleiben außen vor.
  • Die Spotmessung. Die Kamera misst die Belichtung in einem sehr kleinen Bereich des Bildes (beispielsweise auf deinem Motiv). Dabei nutzen die Kameras in der Regel den Bereich, den das Autofokusmessfeld anpeilt.

Sollten die Ergebnisse dich nicht zufrieden stellen, kannst du über die Belichtungskorrektur eingreifen. Stellst du also fest, dass deine Bilder durch die Bank zu hell werden, kannst du deiner Kamera eine dunklere Belichtungen vorgeben. Dabei kann es dir helfen, deine Kamera ein wenig zu kennen. Einige Modelle neigen zu Überbelichtungen, andere zu Unterbelichtungen.

Ich selbst verwende in der Regel die mittenbetonte Integralmessung. Ich richte mich nach der vorgeschlagenen Belichtung und nehme ein erstes Bild auf. Danach erfolgt die Kontrolle am Histogramm. Je nach Ergebnis passe ich die Belichtung dann in die eine oder andere Richtung an.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit, auch Verschlusszeit genannt, gehört zu den drei Grundelementen der Fotografie. Sie gibt an, wie lange Licht in der Kamera auf den Sensor trifft. Je nach Länge lassen sich mit der Belichtungszeit unterschiedliche Effekte erzielen. So kannst du mit sehr kurzen Zeiten Bewegungen einfrieren.

große welle bricht über betonbunker am strand
Eine sehr kurze Belichtungszeit (hier 1/500s) lässt die Welle in ihrer Bewegung erstarren.

Längere Belichtungszeiten hingegen lassen Bewegungen verschwimmen. Vielleicht kennst du das aus verschiedenen Cartoons, bei denen bei Kater Tom die Beine und Arme eine rotierende Scheibe bilden. So in der Art kannst du dies auch in der Fotografie aufnehmen.

welle bricht über mole mit langer belichtungszeit bewegung wird zu strichen
Eine längere Belichtungszeit (1/5s) lässt die Welle verschwimmen.

Mit extrem langen Belichtungszeiten kannst du sogar sämtliche Bewegung verschwinden lassen. Je stärker die Bewegung, desto länger musst du belichten. So entstehen beispielsweise Bilder mit menschenleeren Plätzen. Obwohl da tagsüber vielleicht reger Betrieb herrscht.

sonnenuntergang an der ostsee lange belichtet mit glattem meer
Eine lange Belichtungszeit (50s) lässt die Ostsee vollkommen glatt erscheinen.

Insbesondere bei längeren Belichtungszeiten wirst du um ein Stativ nicht herum kommen. Generell empfehle ich aber nahezu jedem, beim Fotografieren ein Stativ zu benutzen. 🙂
Wenn du noch mehr über die Belichtungszeit erfahren willst, lies dir meinen Beitrag Verstehe die Belichtungszeit – und fotografiere noch heute wie ein Profi durch.

Bildgestaltung

Der Begriff „Bildgestaltung“ fasst Wege und Vorgehen zusammen, mit denen bewusst Einfluss auf das entstehende Bild genommen wird. Die Bildgestaltung zielt darauf ab, bei Zuschauenden Eindrücke und Emotionen mit einem Foto hervorzurufen. Viele Möglichkeiten der Bildgestaltung haben zum Ziel, Spannung in den Aufnahmen zu erzeugen. So bleibt das Publikum am Bild hängen und schaut genauer hin.

Möglichkeiten zur Bildgestaltung gibt es einige. Dazu gehört beispielsweise die Veränderung des Ausschnitts um störende Elemente aus dem Foto zu entfernen. Der Wechsel der Perspektive um Motive aus einem ungewohnten Blickwinkel zu zeigen. Oder der bewusste Einsatz von Unter- und Überbelichtung um ein Foto dunkler oder heller wirken zu lassen.

Wege der Bildgestaltung können sich auf die rein technische Ebene der Fotografie beziehen oder auf die inhaltliche.

Möglichkeiten auf der technischen Ebene wären zum Beispiel:

Beispiele für Möglichkeiten auf der inhaltlichen Ebene:

  • Einsatz von Gestaltungsregeln wie Drittelregel und Goldener Schnitt (siehe Artikel: Drittelregel – Goldener Schnitt: 2 simple Wege für bessere Fotos)
  • nutzen von inhaltlichen Kontrasten (kleine Blume die durch Riss in einer Betonplatte wächst, für weitere Perspektiven siehe Artikel Die Perspektive – ein unterschätztes Mittel in der Fotografie)
  • durch Perspektivwechsel Motiven ungewöhnliche Eigenschaften verleihen (kleiner Pilz am Boden wirkt durch Froschperspektive mächtig)
  • Farbkontraste innerhalb eines Motivs nutzen um den Fokus der Betrachtenden zu lenken (siehe Artikel Kontraste – sorge für Spannung in deinem Bild)
  • Sehgewohnheiten nutzen, um beispielsweise mit aufeinander zulaufenden Linien räumliche Tiefe zu simulieren (siehe Artikel Räumliche Tiefe – Dreidimensionalität in Bildern)
  • Auch die Nachbearbeitung gehört zu den Mitteln der Bildgestaltung. Damit lassen sich beispielsweise nachträglich unterschiedliche Stimmungen in einem Foto erzeugen oder bei Aufnahme übersehene Störelemente entfernen.

    Bildwinkel

    Der Bildwinkel gibt die Größe des Bildausschnitts an, der von Kamera und Objektiv aufgenommen wird. Dieser Winkel hängt einerseits von der Brennweite des Objektivs ab, andererseits von der Größe des Aufnahmemediums. Im Falle der Digitalfotografie, also von der Größe des Sensors. Das bedeutet, dass ein Objektiv mit 50mm Brennweite an einer Kleinbildkamera einen größeren Bildwinkel (circa 46°) hat, als ein Objektiv mit 50mm Brennweite an einer APS-C-Kamera (circa 31°).

    Dies bezeichnet den sogenannten „Crop-Faktor“. Durch den kleineren Sensor verkleinert sich der Bildwinkel bei gleicher Brennweite. Den Crop-Faktor gibt es somit auch nicht nur zwischen APS-C- und Kleinbildsensoren.

    Vereinfacht gesagt:

    • Je kleiner die Brennweite, desto größer der Bildwinkel –> es passt also mehr aufs Bild, einzelne Objekte werden kleiner dargestellt.
    • Je größer die Brennweite, desto kleiner der Bildwinkel –> es passt weniger aufs Bild, einzelne Objekte werden größer dargestellt.

    Zur besseren Anschaulichkeit möchte ich dich auch an dieser Stelle an den Objektivsimulator aus dem Hause Nikon verweisen. Da kannst du dir die unterschiedlichen Bildwinkel der jeweiligen Brennweite an Kleinbildkameras und APS-C-Kameras ansehen: Hier geht’s zum Simulator.

    Blaue Stunde

    Blaue Stunde ist die Zeitspanne unmittelbar nach dem Sonnenuntergang oder vor dem Sonnenaufgang. Wie der Name schon sagt, dauert die Blaue Stunde in etwa 60 Minuten. Je nach Jahreszeit ist sie aber variabel. Im Winter kürzer, im Sommer länger. Und im hohen Norden kann die Blaue Stunde auch die ganze Nacht anhalten. Die intensive Blaufärbung des Himmels gab dieser Zeitspanne ihren Namen. Für die Zeit unmittelbar vor dem Sonnenuntergang und nach dem Sonnenaufgang gibt es übrigens auch eine eigene Bezeichnung: Die Goldene Stunde.

    Diese Zeit eignet sich besonders für Landschaftsfotos. Denn durch die indirekte Beleuchtung sinken die Kontrastunterschiede. Das Fotografieren wird einfacher, die Bilder sehr eindrucksvoll. Besonders, wenn in klaren Nächten die Venus bereits hell genug strahlt und am blauen Himmel als erkennbarer Punkt auftaucht.

    Aufgrund des schwachen Lichtes brauchst du für ansprechende Fotos aber definitiv ein Stativ. Denn die Belichtungszeiten werden sehr lang.

    blauer abendhimmel über seebrücke an der ostsee
    Die Blaue Stunde. Hervorragend geeignet für stimmungsvolle Bilder.

    Blende

    Die Blende ist ein weiteres der grundlegenden Elemente der Fotografie (neben Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit). Sie reguliert im Objektiv die Öffnung, durch die Licht in die Kamera fällt; Um es physikalisch etwas genauer zu bezeichnen: Die Blende bestimmt den Lichtbündelquerschnitt, der auf Sensor/Film trifft. Das will folgendes meinen: Drehst du die Blende sehr weit auf, vergrößerst also die Öffnung, kommt ein sehr breites Lichtbündel in die Kamera. Eine große Blendenöffnung erkennst du zum Beispiel an der Bezeichnung „f2.8“. Umgekehrt kannst du die Zahl „f16“ einstellen. Die Blendenöffnung wird nun sehr klein. Das Licht wird stark gebündelt. Sehr breite Lichtbündel sind wenig konzentriert. Dies hat Auswirkungen auf die Schärfeverteilung im Bild; der sogenannten Schärfentiefe oder Tiefenschärfe.

    Gleichzeitig bedeutet eine kleine Blendenzahl, also eine große Blendenöffnung, dass sehr viel Licht auf den Sensor treffen kann. Umgekehrt lässt eine kleine Blendenöffnung, also große Blendenzahl, nur sehr wenig Licht zum Sensor. Hier kommt das Belichtungsdreieck ins Spiel.

    Bei einer sehr kleinen Blendenzahl, also einer sehr großen Blendenöffnung, beträgt der Bereich der Schärfentiefe oftmals nur einen sehr kleinen Bereich. Der Rest des Bildes, der nicht in der Schärfeebene liegt, verschwimmt in Unschärfe.

    libelle auf einem grashalm vor verschwommenem hintergrund
    Eine sehr weit geöffnete Blende sorgt für den verschwommenen Hintergrund, so dass dieser nicht vom Hauptmotiv ablenkt.

    In der Landschaftsfotografie verhält es sich anders. Hier willst du ja nicht nur einen geringen Teil der Landschaft in Schärfe zeigen. Entsprechend schließt du die Blende, wählst also eine große Blendenzahl um einen möglichst großen Bereich in deinem Bild scharf zu haben.

    Bei so einem Panorama soll möglichst alles scharf sein. Entsprechend schloss ich die Blende auf f8.

    Was die Unschärfe angeht, diese hängt nicht nur von der Blende ab. Näheres findest du dazu unter dem Stichwort Bokeh. Wenn du noch genauer über die Blende Bescheid wissen willst, dann möchte ich dich gern auf meinen Beitrag dazu verweisen: Die Blende – der Zaubertrank für deine Fotos.

    Blendenstern

    Blendensterne entstehen durch eine helle, punktuelle Lichtquelle und eine sehr weit geschlossene Blende (zum Beispiel f16). Weiterhin hängt die Form des Sterns von der Anzahl der Blendenlamellen des Objektivs ab.

    Um die natürliche Lichtquelle Sonne möglichst punktuell ins Bild zu bekommen, gelingt dies am einfachsten mit einem (Ultra-)Weitwinkelobjektiv. Denn durch den großen Bildwinkel erscheinen Objekte im Bild kleiner. Um die Sonne als Stern im Bild wirken zu lassen, schließt du die Blende am besten soweit es dein Objektiv zu lässt. In der Regel ist das f16. Nun passt du noch die Belichtung so an, dass die anderen Elemente in deinem Bild noch zu sehen sind und drückst auf den Auslöser. Und siehe da: Die Sonne sollte jetzt als Stern im Bild auftauchen. Besonders reizvoll wirkt das, wenn du durch Bäume fotografierst oder die Strahlen des Sterns über eine Kante hinweg scheinen.

    Kleine Brennweite (9mm), geschlossene Blende (f16) sorgen für einen schönen Blendenstern.
    Die Strahlen der Sonne überdecken die Kreuze, was dem Bild eine gewisse Spannung gibt.

    Blendenstufe

    Blendenstufen kannst du nutzen um im Kopf die Belichtung anzupassen. Das will folgendes meinen: Ein Objektiv mit einer eingestellten Blende von f2.8 lässt doppelt so viel Licht auf deinen Sensor, wie bei f4. Bei Blende f4 kommt doppelt so viel Licht auf den Sensor wie bei f5.6. Und so weiter. Eine komplette Blendenreihe sieht im übrigen so aus: f1, f1.4, f2, f2.8, f4, f5.6, f8, f11, f16, f22, f32… . Grundsätzlich ließe sich die Reihe ins Unendliche weiterführen. Falls es dich interessiert, die Formel für die Berechnung lautet folgendermaßen: k = (√2)(n-1).

    Da die Abstände so sehr groß sind, stellst du in der Regel die Belichtung an der Kamera mit Drittelblendenstufen ein. Eine Blendenreihe sieht dann folgendermaßen aus: f1, f1.1, f1.2, f1.4, f1.6, f1.8, f2, f2.2, f2.5, f2.8, f3.2, f3.5, f4, f4.5, f5, f5.6, f6.3, f7.1, f8, f9, f10, f11, f13, f14, f16, f18, f20, f22, f25, f29, f32… .

    Blendenreihen in der Praxis

    Für das bessere Verständnis bleibe ich bei meiner Erklärung bei ganzen Blendenstufen. Diese besagen folgendes: Wenn du die Blende um eine volle Blendenstufe schließt, also von f4 auf f5.6, bekommt dein Sensor weniger Licht. Um dies auszugleichen, hast du zwei Möglichkeiten:

    1. Du verlängerst die Belichtungszeit um das Doppelte.
    2. Du erhöhst die Lichtempfindlichkeit/ISO um das Doppelte.

    Du hast folgende Werte eingestellt: Blende f4, ISO 200, Belichtungszeit 1/50s. Nun reicht dir die Tiefenschärfe bei f4 aber nicht aus. Du schließt die Blende um eine volle Blendenstufe auf f5.6. Es gelangt nur noch die Hälfte an Licht auf den Sensor. Um das auszugleichen kannst du die Belichtungszeit verlängern, nämlich halbieren: 1/25s. Oder du erhöhst die Lichtempfindlichkeit: auf ISO 400. Verdoppelst als den ISO-Wert. Schließt du die Blende von f5.6 auf f8, halbierst du die Belichtungszeit erneut: 1/12s (eigentlich 1/12,5s, hier runden die Kameras) oder du verdoppelst die Lichtempfindlichkeit, also den ISO-Wert: ISO 800.

    In die andere Richtung lässt sich das Spiel natürlich auch spielen. Wenn du also wieder die Werte von eben nutzt: Blende f4, ISO 200, Belichtungszeit 1/50s, stellst du die Blende auf f2.8. Nun fällt das Doppelte an Licht auf deinen Sensor. Um das auszugleichen, kannst du die Belichtungszeit verkürzen: 1/100s. Oder du reduzierst die Lichtempfindlichkeit auf ISO 100.

    Mehr zur Blende erfährst du in meinem Artikel „Die Blende – der Zaubertrank für deine Fotos“

    Aber auch mit der Belichtungszeit und der Lichtempfindlichkeit kannst du mehr oder weniger Licht einfangen. Wenn du beispielsweise bei Blende f4, ISO 200 und Belichtungszeit 1/50s feststellst, dass die Belichtungszeit zu lang ist, kannst du diese reduzieren, beispielsweise auf 1/100s. Als Resultat kommt weniger Licht beim Sensor an. Um das auszugleichen kannst du die Blende weiter öffnen, f2.8, oder die Lichtempfindlichkeit erhöhen, ISO 400.

    Bei der Lichtempfindlichkeit verhält es sich genauso. Nimmst du statt ISO 200 einen Wert von ISO 100, ist der Sensor nicht mehr so empfindlich. Das heißt, er braucht mehr Licht. Dies erreichst du wiederum, in dem du a, die Blende von f4 auf f2.8 öffnest. Oder du verlängerst die Belichtungszeit von 1/50s auf 1/25s.

    Dieser Zusammenhang wird allgemein auch mit dem Belichtungsdreieck erklärt. Ebenfalls wichtig ist diese Beziehung der drei Werte beim Aufnehmen von Belichtungsreihen.

    Bokeh

    Der Begriff „Bokeh“ bezeichnet die Darstellung der unscharfen Bereiche in deinem Bild. Grundsätzlich ist dies zwar eher eine Geschmacksfrage. Es lässt sich aber beobachten, dass Bilder mit einem sanften Unschärfeverlauf ruhiger und aufgeräumter wirken. Ein schönes Bokeh sorgt dafür, dass der Hinter- und Vordergrund nicht vom eigentlichen Motiv des Bildes ablenken. So werden beispielsweise Lichtquellen als weiche Punkte dargestellt.

    Als technische Voraussetzung vermuten die Objektivkonstrukteure, dass eine nahezu kreisförmige Blendenöffnung besonders weiche Schärfeverläufe begünstigt. Dies versuchen die Konstrukteure mit verschiedenen Anzahlen von Blendenlamellen zu realisieren. Insbesondere in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts unternahmen einige Hersteller (Meyer-Optik aus Görlitz) Versuche, mit teilweise bis zu 19 Blendenlamellen. Normal sind in der heutigen Zeit eher sieben bis neun. Diese alten Objektive werden heute gern genutzt. Die Preise für die alten Optiken steigen, nicht zuletzt durch die Entwicklung der spiegellosen Systemkameras. Denn diese ermöglichen relativ unkompliziert das Adaptieren von nahezu allen Objektiven. Vorausgesetzt, es gibt die entsprechenden Adapter.

    Mehr zum Bokeh und dem Einsatz in der Fotografie erfährst du in meinem Artikel „Die Blende – der Zaubertrank für deine Fotos“

    Bracketing/Belichtungsreihe

    Mit einer Belichtungsreihe nimmst du ein Motiv mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen auf. Diese Technik kommt häufig dann zum Tragen, wenn ein Motiv über starke Helligkeitsunterschiede verfügt. Beispielsweise ein dunkler Innenraum mit großen Fenstern. Hier bliebe dir in der Regel nur die Wahl zwischen zwei folgenden Optionen:

    1. Der Raum ist ausreichend belichtet, so dass er gut zu erkennen ist. Dafür ist in den Fenstern nichts mehr zu erkennen außer weißer Fläche.
    2. Die Umgebung ist durch das Fenster gut zu erkennen, dafür ist der Raum völlig in den Schatten versunken.

    Belichtungsreihe aufnehmen

    Eine Belichtungsreihe schafft hier Abhilfe. Diese besteht aus drei oder mehr Aufnahmen. Wichtiges Hilfsmittel bei Belichtungsreihen ist das Histogramm. Damit kannst du kontrollieren, ob deine Aufnahmen wie im Folgenden beschrieben, aussehen.

    • Aufnahme 1: Du versuchst mit der Belichtung die Mitte zu treffen. Vermutlich gibt es dann schwarze Bereiche im Raum und weiße Flächen im Fenster. Das Histogramm ist sowohl am linken wie auch am rechten Rand abgeschnitten.
    • Aufnahme 2: Du belichtest so, dass die Flächen im Fenster gut zu erkennen sind. Ob das geklappt hat, erkennst du wiederum am Histogramm. Achte darauf, dass am rechten Rand keine Balken abgeschnitten werden.
    • Aufnahme 3: Du belichtest so, dass die Flächen im Raum gut zu erkennen sind. Ob das geklappt hat, erkennst du ebenfalls am Histogramm. Achte darauf, dass am linken Rand des Histogramms keine Balken abgeschnitten werden.

    Mit einer Bildbearbeitungssoftware kannst du diese Bilder am Rechner zusammenrechnen. So erhältst du eine Kombination aus diesen drei Aufnahmen. Also ein Bild, in dem sowohl der Raum als auch die Umgebung durch das Fenster zu erkennen sind.

    Belichtungsreihen in der Praxis

    Solche Belichtungsreihen kannst du auf zwei Wegen erstellen:

    1. Mit einer Belichtungsreihenautomatik deiner Kamera, so sie denn über so etwas verfügt. Diese findest du auch unter der Bezeichnung „Bracketing“.
    2. Du nimmst die Einstellungen manuell selbst vor. Ist nicht ganz so bequem. Bei starken Helligkeitsunterschieden aber die sicherere Methode.

    Das Prinzip ist bei beiden Wegen das gleiche. Du erstellst eine Ausgangsaufnahme mit Blende f8, ISO 100, Belichtungszeit 1/50s. Um ein unterbelichtetes Bild zu bekommen, verkürzt du die Belichtungszeit um das Doppelte. Die Werte sehen dann wie folgt aus: Blende f8, ISO 100, Belichtungszeit 1/100s. Um ein überbelichtetes Bild hinzubekommen verlängerst du die Belichtungszeit des Ausgangsbildes in dem du deinen Wert halbierst: Blende f8, ISO 100, Belichtungszeit 1/25s. Fertig ist deine Belichtungsreihe. Was anderes macht deine Kamera mit der Automatik auch nicht. Nur vermutlich schneller.

    Natürlich kannst du eine Belichtungsreihe auch mit den anderen beiden Parametern des Belichtungsdreieck erstellen. Also in dem du die Blende oder die Lichtempfindlichkeit veränderst. In der Praxis wirst du aber am häufigsten an der Belichtungszeit drehen. Wissen über Blendenstufen erleichtert dir das manuelle Einstellen von Belichtungsreihen enorm.

    Belichtungsreihen kannst du nutzen, wenn du beispielsweise einen Sonnenuntergang fotografieren willst. Oder eben überall da, wo die Helligkeitsunterschiede sehr groß sind. Außerdem sind Belichtungsreihen die Basis für sogenannte HDRs.

    Brennweite

    Die Brennweite ist eine physikalische Größe, die durch das Objektiv vorgegeben wird. Die physikalische Erklärung: Sie definiert den Abstand zwischen Hauptebene der Linse und dem Brennpunkt. Die Erklärung für die Fotografie: Brennweite und Größe des Aufnahmemediums (im Falle Digitalfotografie Größe des Sensors) bestimmen den Bildwinkel des verwendeten Objektivs. Flappsig formuliert: Die Brennweite sagt dir, wie viel auf dein Bild passt. Kleine Brennweiten sorgen für einen sehr großen Bildwinkel. Große Brennweiten für einen sehr kleinen Bildwinkel.

    Mit der Brennweite lassen sich Objektive auch in verschiedene Gruppen einsortieren:

    • 0-24mm Brennweite: Super- oder Ultraweitwinkelobjektive
    • 24-45mm Brennweite: Weitwinkelobjektive
    • 45-60mm Brennweite: Normalobjektive
    • 60-300mm Brennweite: Teleobjekitve
    • über 300mm Brennweite: Superteleobjektive

    Mehr zur Brennweite, findest du in meinem Beitrag dazu. Dabei erkläre ich dir, wie du die Brennweite für deine Fotografie nutzen kannst: Die Brennweite – eine fotografische Erklärung.

    Übrigens, gern stellen Menschen die These auf, dass Kameras mit kleineren Sensoren eine Art Brennweitenverlängerung bewirken: Den sogenannten Crop-Faktor. Kurz gesagt: Physikalisch ist das Unsinn. Es ändert sich lediglich der Bildwinkel.

    Bridgekamera

    Bridgekamera meint Kameras mit fest verbautem Objektiv. Das Gehäuse und die Bedienung ähnelt häufig einer DSLR oder DSLM. Bridgekameras sollen die Lücke zwischen professionellen Systemkameras und den einfachen und günstigen Kompaktkameras schließen. Entsprechend besitzen Bridgekameras häufig eine Anzahl an Motivautomatiken, ermöglichen aber auch eine rein manuelle Bedienung ohne hierfür in verschiedene Menüs wechseln zu müssen. Dies ist bei Kompaktkameras häufig der Fall.

    Ein weiteres, häufiges Merkmal der Bridgekameras: Sie verfügen über einen sehr großen Zoomfaktor. So lassen sich mit einer Bridgekamera sehr viele Anwendungen in der Fotografie abdecken. Nützlich für Menschen, die noch nicht genau wissen, in welche Bereiche der Fotografie sie tiefer eintauchen wollen.

    Nachteilig an den Bridgekameras: Häufig verfügen die eingebauten Objektive über einen stark begrenzten Weitwinkel. Häufig werden in Bridgekameras kleinere Sensoren verbaut als in Systemkameras, so dass sich dies auch negativ auf Unschärfeverläufe auswirkt. Und die Qualität der Objektive ist, bedingt durch den extremen Zoombereich, häufig erkennbar schlechter als bei Systemkameras.

    Canon Powershot SX410 IS mit 40fach Zoom, typische Vertreterin einer Bridgekamera.

    Chromatische Aberrationen

    Chromatische Aberrationen bezeichnen leuchtende Farbsäume in Bildern mit starken Kontrasten. Diese Farbsäume entstehen durch die Brechung des Lichts in den Linsen im Objektiv.

    Die unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts sorgen für eine verschieden starke Brechung des Lichts. So kommt es zum Abbildungsfehler, welcher als chromatische Aberration bezeichnet wird. Dieser Fehler äußert sich in zwei unterschiedlichen Formen:

    1. Der Farbquerfehler, welcher sich häufig an starken Kontrastkanten zeigt.
    2. Der Farblängsfehler, welcher sich häufig an den Übergängen von Schärfe zu Unschärfe beobachten lässt.

    Crop-Faktor

    Der Cropfaktor bezeichnet grundsätzlich die Veränderung des Bildwinkels an Kameras mit verschiedenen Sensorgrößen. So gibt es Kameras mit einem Sensor in Größe eines herkömmlichen Kleinbildfilms, also 24 mal 36mm. Als digitale Spiegelreflexkameras den Hobbymarkt eroberten, waren Sensoren dieser Größe noch zu teuer in der Massenproduktion. Ergo verbauten die großen Hersteller kleinere Chips. Sehr häufig kam eine Variante der Größe circa 25mm mal circa 16mm, auch APS-C genannt) zum Einsatz. Ein entsprechender Kleinbildsensor ist etwa anderthalb Mal so groß.

    Die gängigsten Sensoren im Größenvergleich.

    Brennweite und Sensorgröße bestimmen den Bildwinkel eines Objektivs, der aufgenommen werden kann. An einer Kleinbildkamera beträgt der Bildwinkel nur ein Dreiviertel im Vergleich zu einer APS-C-Kamera. Ganz praktisch: 18mm Brennweite und Kleinbildsensor ermöglichen einen Bildwinkel von gut 100°. 18mm Brennweite mit einem APS-C-Sensor ergeben einen Bildwinkel von circa 76°.

    Für die Praxis wird häufig einfach nur die Brennweite umgerechnet, auch wenn das physikalisch nicht korrekt ist. Die Rechnung sieht folgendermaßen aus: 18mm an APS-C entsprechen dem Bildwinkel von 27mm an Kleinbild (18 mal 1,5 = 27). Deutlicher wird der Unterschied bei den Normalobjektiven. 50mm an APS-C ergeben einen Bildwinkel wie 75mm an Kleinbild (50 mal 1,5 = 75). Und dies entspricht dann schon nicht mehr unserem gewohnten Blickfeld. Das Äquivalent zu den beliebten 50mm an Kleinbild sind bei APS-C 35mm.

    Die Rechnungen und Beschreibungen sollen in diesem Falle nur als Beispiel dienen. Und die Bezeichnung „Crop-Faktor“ wird dir wohl am häufigsten zwischen Kleinbild- und APS-C-Sensoren begegnen. Grundsätzlich gibt es den Cropfaktor aber natürlich zwischen allen Sensorgrößen. Fuji baut beispielsweise keine Kleinbildkameras. Dafür gibt es welche mit dem sogenannten Mittelformat. Die Abmessungen dieser Sensoren betragen circa 44 mal 33 Millimeter. Entsprechend gibt es auch hier einen Crop-Faktor zum Kleinbild.

    Als Quasi-Standard hat sich das Kleinbildformat einfach deshalb durchgesetzt, weil seinerzeit das Filmformat das gängigste war. Das Fotografie-Volk hatte sich an die Brennweiten und die damit assoziierten Bildwinkel schlicht gewöhnt. Daher wird auch heute noch das Kleinbildformat gern als Ausgangsgröße herangezogen. Ein weiterer Effekt: Das Kleinbildformat wird sehr häufig als „Vollformat“ bezeichnet, wobei ich diese Bezeichnung ablehne und für unpräzise halte.

    Dead-Pixel

    Dead-Pixel gehören zu den fehlerhaften Pixeln. Diese sind defekt und zeichnen keinerlei Informationen mehr auf.

    Kamerasensoren beherbergen wahnsinnig viele Pixel auf einem begrenzten Raum. Eine Fuji X-T3 verfügt über 26 Megapixel, also 26 Millionen Pixel auf einer Fläche von gerade Mal 3,7 Quadratzentimetern. Entsprechend fallen die Dead-Pixel (anders als die Hot-Pixel nur äußerst selten wirklich auf. Teilweise erkennen Kameras intern die defekten Pixel und blenden sie einfach aus. Diesen Vorgang bezeichnen Fotograf*innen auch als „Ausmappen“. Die fehlende Bildinformationen wird an dieser Stelle durch die benachbarten Pixel ergänzt.

    Drittelregel

    Die Drittelregel gehört zu den Bildgestaltungsregeln. Der Regel folgend wird ein Foto durch vier Geraden in neun gleichgroße Rechtecke aufgeteilt. Wichtige Bildelemente sollten dabei auf einer der vier Geraden liegen oder auf einem der vier Schnittpunkte.

    Die Drittelregel in der Anwendung. Der Horizont liegt auf einer Geraden, der Stein auf einem Schnittpunkt.

    Durch die Drittelregel vermeidest du einen typischen Einstiegsfehler in der Fotografie: Das Hauptmotiv in der Bildmitte zu platzieren. Das wirkt häufig langweilig und unspannend.

    Bei vielen Kameras und Smartphones lässt sich die Drittelregel im Sucher oder auf dem Display anzeigen. So kannst du dich schon bei der Aufnahme deines Fotos an der Drittelregel orientieren.

    Mehr zur Drittelregel und eine ausführliche Erklärung findest du im Blogartikel: Drittelregel – Goldener Schnitt: 2 simple Wege für bessere Fotos.

    DSLM

    DSLM steht als Abkürzung für: Digital Single Lens Mirrorless Camera. Also für digitale, einlinsige, spiegellose Kameras. Gemeint sind damit Kameras mit Wechselobjektivanschluss. Anders als bei Spiegelreflexkameras (DSLR) wird in diesen Kameras das Bild vor der Kamera nicht über einen Spiegel in den Sucher reflektiert. Bei den spiegellosen Kameras wird das Bild vor der Kamera vom Sensor aufgefangen und in ein elektronisches Livebild umgewandelt. Das siehst du dann im Sucher.

    Im Netz taucht als Bezeichnung für spiegellose Kameras hin und wieder auch der Begriff der „Systemkameras“ auf. Streng genommen stimmt das nicht. Denn auch eine Spiegelreflexkamera ist ein Systemkamera. Denn auch für diese gibt es eine Vielzahl an Objektiven, Blitzgeräten und ähnlichem, so dass von einem Kamerasystem gesprochen werden kann.

    Ablösung der Spiegelreflexkameras als Flaggschiffe

    Lange galten Spiegelreflexkameras als das Nonplusultra der Kameratechnik. Viele Gelder und Forschungskapazitäten flossen in diese Geräte. Im Laufe der Jahre verbesserte sich die digitale Technik. Bis schließlich die Displays und Signalumwandlungen so gut wurden, dass die Abbilder auch digital in den Sucher übertragen werden können. So ließ sich der Spiegel im Gehäuse einsparen. Dies wiederum führt dazu, dass die Hersteller kleinere Gehäuse bauen können.

    Die weitere Entiwcklung sorgt dafür, dass die Vorteile der Spiegelreflexkameras weiter abnehmen. Insbesondere der Autofokus lag bei den spiegellosen Kameras hinter derLeistung der Spiegelreflex zurück. Dieses Manko haben die großen Hersteller mittlerweile behoben.

    Im Grunde besitzen die Spiegelreflexkameras nur noch einen wirklichen Vorteil: Der Strombedarf ist sehr viel geringer. Entsprechend halten die Akkus extrem lange. Hier macht sich der elektronische Sucher der spiegellosen Kameras bemerkbar. Als Vergleich: Auf meiner ersten Grönlandreise 2015, bestritt ich die gesamten zweieinhalb Wochen mit meiner DSLR mit drei Akkus, von denen ich zwei nachladen musste. Bei den drei Wochen Grönland 2018 nahm ich sieben Reserveakkus für meine DSLM mit. Davon lud ich zwischendurch fünf nach. Bei Fotoausflügen ist ein zweiter und dritter Akku Pflicht.

    Wenn du noch mehr über die Kameras wissen möchtest, besonders welche für dich am besten zum Einstieg geeignet ist: Melde dich für meinen Newsletter an und du bekommst meinen Kaufratgeber „Welche Kamera soll ich kaufen?“ kostenlos.

    DSLR

    Die Abkürzung DSLR steht für Digital Single Lens Reflex Camera. Heißt übersetzt so viel wie: digitale, einlinsige Reflexkamera. Das will meinen, dass der Bildausschnitt durch das Objektiv über eine Spiegelkonstruktion in den Sucher reflektiert wird. Du guckst damit durch dein Objektiv auf die Szenerie.

    Spiegelreflexkameras, sowohl Digital als auch analog, erfreuten sich sehr großer Beliebtheit. Denn durch den Spiegel siehst du nahezu unverfälscht deinen Bildausschnitt. Ab den 2010er Jahren verstärkten die großen Kamerahersteller allerdings ihre Anstrengungen in der Entwicklung von spiegellosen Kameras (DSLM). Diese boten eine Reihe von Vorteilen: Kleiner, leichter, das digitale Sucherbild ermöglicht viele Zusatzinformationen und weniger Mechanik im Inneren. Dem stand zu Beginn ein schwächerer Autofokus gegenüber sowie ein wesentlich höherer Strombedarf. In Sachen Autofokus stehen die aktuellen Modelle den DSLR-Kameras in nichts mehr nach. Entsprechend sinkt die Relevanz von Spiegelreflexkameras. Neben Sony und Fuji kündigte jüngst auch Canon an, für den Profibereich keine DSLR mehr zu entwickeln. Es gibt zu wenig Bedarf, als dass sich die Entwicklungskosten rentieren würden.

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    Dunkelbildabzug

    Bei gehäuften und langen Belichtungszeiten erwärmt sich der Sensor. Die Wärmestrahlung wird vom Bildsensor aufgenommen und dargestellt. Dies führt zu Fehlbelichtungen in Form von hellen Flecken auf den Bildern. Um dieses Phänomen wirkungsvoll zu beheben, hast du die Möglichkeit eines Dunkelbildabzuges. Dabei nimmst du direkt nach der eigentlichen Aufnahme ein Bild mit denselben Einstellungen auf, nur dass du den Objektivdeckel ans Objektiv ansetzt. So kann die Kamera oder das Bildbearbeitungsprogramm die Fehlbelichtungen durch die inneren Wärmequellen herausrechnen.

    Wichtig: Der Dunkelbildabzug muss für das beste Ergebnis bei den gleichen Bedingungen zu den gleichen Einstellungen erfolgen. Andernfalls kann das Ergebnis verfälscht sein.

    Dynamikumfang

    Der Dynamikumfang gibt an, wie viele Helligkeitsabstufungen der Sensor einer Kamera darstellen, beziehungsweise verarbeiten kann. Genau genommen bezeichnet der Begriff den Quotienten aus größtem und kleinstem von Rauschen bzw. Körnung unterscheidbaren Helligkeitswert.

    Das will folgendes meinen: Der Dynamikumfang beschreibt, wie groß die Helligkeitsunterschiede in deinem Bild sein können, ohne dass du Hilfsmittel benötigst um das Bild aufzunehmen. Auch hier kann wieder der Klassiker herhalten: Ein Sonnenuntergang mit einem Motiv im Vordergrund. Bei sehr alten Kameras hast du entweder einen ordentlich belichteten Himmel und einen schwarzen Vordergrund oder einen ordentlich belichteten Vordergrund und einen weißen Himmel.

    Modernere Kameras sind hier schon wesentlich besser aufgestellt. Insbesondere, wenn du deine Bilder im RAW-Format aufnimmst. Denn JPEG-Dateien können maximal acht Blendenstufen abbilden. RAWs hingegen nutzen den kompletten Umfang des Sensors aus. Dieser liegt bei aktuellen Kameras in der Regel zwischen 11 und 13 Blendenstufen. Das menschliche Auge schafft übrigens knapp 20 Blendenstufen, ist Sensoren also weit überlegen.

    Und ein weiterer Faktor wirkt sich auf den Dynamikumfang des Sensors aus: Je höher die Lichtempfindlichkeit (ISO) des Sensors, desto geringer der Umfang. Um die Lichtempfindlichkeit so gering wie möglich zu halten, empfehle ich dir für statische Motive auf jeden Fall ein Stativ.

    Exif

    EXIF steht für „Exchangeable Image File Format“. Die Exif-Daten umfassen standardmäßig folgende Informationen zu einem digital aufgenommenen Bild:

    Diese Daten werden von nahezu allen Digitalkameras direkt in die Bilddatei hineingeschrieben. Lesbar sind sie mit einer Vielzahl von Bildansichts- oder -bearbeitungsprogrammen. Der Windowsexplorer kann die Daten beispielsweise unter den Eigenschaften eines Bildes unter dem Reiter „Details“ anzeigen.

    Präsentierst du deine Bilder in sozialen Netzwerken oder Fotoforen, fragen andere Nutzende häufig nach den Exifs eines Bildes. Dies meint in nahezu allen Fällen die Daten zu Kamera, Objektiv, Blende, Belichtungszeit, Brennweite und Lichtempfindlichkeit (ISO).

    Bei einigen alten Objektiven können die Informationen zu Blende und Brennweite fehlen. Dies liegt daran, dass diese Objektive keine Daten an die Kamera elektronisch übertragen. Einige Kameras bieten in diesem Falle die Möglichkeit, die Objektivdaten manuell in der Kamera zu hinterlegen.

    Festbrennweite

    Festbrennweiten bezeichnen Objektive, mit denen es sich nicht zoomen lässt. Der Verzicht auf die Flexibilität bringt dafür andere Vorteile mit sich:

    • Meist überschaubare Anzahl an verbauten Linsen im Objektiv sorgt für kompakte Bauweisen.
    • Die Festlegung auf eine Brennweite ermöglicht größere Blendenöffnungen, wie beispielsweise f1.8 oder noch größer.
    • Die Objektive werden für eine Brennweite optimiert. Entsprechend stehen Objektive dieser Bauart im Ruf, bessere Bildergebnisse als Zoomobjektive zu liefern.
    • Festbrennweiten sorgen für mehr Bewegung seitens der fotografierenden Person. Fehlende Zoommöglichkeiten müssen Fotografierende mit Bewegung ausgleichen. Dies kann für einen Kreativitätsschub sorgen.

    Fibonacchispirale

    Die Fibonacchispirale ist ein Mittel der Bildgestaltung und beruht auf der gleichnamigen Zahlenfolge. Diese sieht so aus:

    Das Teilungsverhältnis zweier aufeinanderfolgender Zahlen schwankt dabei dicht um das Verhältnis des Goldenen Schnitts. Steht also in enger Beziehung dazu. Gleichzeitig lässt sich diese Zahlenfolge als Spirale darstellen:

    Die Fibonacchifolge als Spirale dargestellt

    Orientierst du dich bei der Bildgestaltung an dieser Spirale, schaffst du einerseits einen ausgewogenen und harmonisch wirkenden Aufbau deines Fotos. Andererseits entsteht mit der Spirale gleichzeitig eine angenehme Blickführung, die Zuschauende an die Hand nimmt und sie dein Bild erkunden lässt.

    Weiteres zur Fibonacchispirale und auch zum Goldenen Schnitt erfährst du in meinem Artikel: Drittelregel – Goldener Schnitt: 2 simple Wege für bessere Fotos

    Fisheyeobjektiv

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    Filtersystem

    Mit einem Filtersystem kannst du Bilder abdunkeln, starke Helligkeitsunterschiede ausgleichen oder auch gezielt Farben reduzieren oder verstärken.

    Das Filtersystem besteht aus drei Teilen:

    • Den Filtergläsern
    • Dem Filterhalter
    • Schraubringen für die Befestigung am Objektiv.

    Filtergläser gibt es in verschiedenen Ausführungen. Je nach Zweck und Einsatzbereich. Folgende grundlegende Arten gibt es:

    1. ND-Filter (Neutral-density Filter, auch Graufilter genannt): Das komplette Filterglas ist abgedunkelt. Entsprechend weniger Licht gelangt durch das Glas in die Kamera. Diese Filter werden gern eingesetzt, um Belichtungszeiten zu verlängern. Die Intensität wird von Herstellern oft etwas kryptisch angegeben. Am wichtigsten finde ich die Angabe der „F-Stops“. Denn diese verrät dir die Anzahl der Blendenstufen, die der Filter an Licht verschluckt. Bedeutet: Ein ND-Filter mit der Angabe „3 Stopps“ verlängert die Belichtungszeit um das Dreifache: 1/100 Sekunde –> 1/50 Sekunde –> 1/25 Sekunde –> 1/13 Sekunde.
    2. Verlaufsfilter: Das Filterglas ist nur zum Teil abgedunkelt. Es gibt verschiedene Verlaufsvarianten: Am äußeren Glasrand ist das Glas am dunkelsten und läuft zur Glasmitte hin aus. Ein sogenannter Soft-ND-Filter. Läuft der verdunkelte Glasteil nicht sanft sondern mit einer harten Kante zur Bildmitte hin aus, nennt sich der Filter Hard-ND-Filter. Es gibt auch noch Filtergläser, deren dunkelster Bereich in der Glasmitte nach außen hin ausläuft. Ein Reverse-ND-Filter.
    3. Nachtlichtfilter. Diese Filter dämpfen das typische, orange Licht der Straßenlaternen und ermöglichen so bessere Nachtaufnahmen.
    4. Farbfilter: Mit Farbfiltern kannst du gezielt bestimmte Farben blocken, so dass sie nicht aufgenommen werden. Mit der Entwicklung der Digitalfotografie verloren diese Filter aber zunehmend an Bedeutung. Denn die gewünschten Effekte lassen sich im Nachhinein am Computer durch Bildbearbeitung ebenso erzielen.

    5. Der Filterhalter sitzt vor dem Objektiv. In diesen werden die Filtergläser eingeschoben. Je nach Ausführung des Halters lassen sich mehrere Filtergläser kombinieren. So kannst du beispielsweise einen ND-Filter mit einem Farbfilter kombinieren. Oder mehrere ND-Filter um sehr lange Belichtungszeiten auch am Tag zu erreichen.


      Mit Schraubringen befestigst du den Filterhalter am Objektiv.

      Je nach Objektiv-Durchmesser benötigst du den passenden Ring. Du schraubst zuerst den Ring vorn auf das Objektiv. Dann setzt du den Filterhalter an (dies funktioniert je nach Hersteller unterschiedlich). Und zum Schluss schiebst du die gewünschten Filter in den Halter.


      Filtersysteme werden sehr häufig bei starken Helligkeitsunterschieden genutzt. Etwa bei Sonnenuntergängen. Wie genau das funktioniert, findest du in meinem Artikel „Im Sonnenuntergang fotografieren – zwei Techniken in der Praxis“.

    Flare

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    Fokus-Peaking

    Das Fokus-Peaking bezeichnet eine Fokussierhilfe bei Kameras mit elektronischem Sucher oder im Live-View-Modus. Die Kamera errechnet die Kontrastkanten, die mit der gewählten Entfernungseinstellung im Foto scharf angezeigt werden. Diese Kontrastkanten siehst du im Sucher oder Display dann farblich hervorgehoben.

    Dadurch vereinfacht sich das manuelle Fokussieren enorm. Denn du siehst bereits vor der Aufnahme, ob die Bereiche scharf sind, die du für deine Aufnahme scharf haben willst.

    Freistellung/Freistellen

    Freistellung meint in der Fotografie das Loslösen des Hauptmotivs vom Hintergrund. In der Regel bedeutet das, dass die Schärfe auf dem Motiv liegt, während der Hintergrund in Unschärfe versinkt. Du spielst also mit der Schärfentiefe. Das erreichst du durch unterschiedliche Mittel und Wege:

    • Durch weit geöffnete Blende
    • Durch große Brennweite
    • durch Abstand zwischen Motiv und Hintergrund
    • möglichst geringer Abstand zwischen Sensorebene und Hauptmotiv
    • in der nachträglichen Bildbearbeitung

    Mit der Freistellung soll dem Hauptmotiv die volle Aufmerksamkeit gesichert werden. Das ist beispielweise in der Produktfotografie erwünscht, aber auch bei Portraits gern genutzt.

    Große Blendenöffnung, lange Brennweite, großer Abstand zwischen Motiv und Hintergrund, geringer Abstand zwischen Sensorebene und Motiv sorgen für Freistellung. Nichts lenkt von Ronja ab. Sie ist das Hauptmotiv und durch die Freistellung ist das sehr klar erkennbar. Der Unschärfeverlauf wird in der Fotografie als „Bokeh“ bezeichnet.

    Gegenlicht

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    Gegenlichtblende (auch GeLi/Streulichtblende)

    Gegenlichtblende bezeichnet in der Fotografie einen Gegenstand, der vorn auf das Objektiv gesetzt wird. Der Begriff ist allerdings irreführend, da die Gegenlichtblende mit dem Gegenlicht nicht viel zu tun hat. Treffender wäre die Bezeichnung „Streulichtblende“.

    Dieser auf das Objektiv angepasste Vorbau soll verhindern, dass Licht aus seitlich positionierten Lichtquellen in das Objektiv eindringt und zu Reflexionen oder anderen Bildfehlern führt. Gleichzeitig fungiert die Gegenlichtblende als wirksamer, physischer Schutz der Frontlinse.

    Nachteilig beim Einsatz der Gegenlichtblende: Ein Filtersystem kann nicht mehr verwendet werden. Zumindest nicht, wenn das Filtersystem auf der Frontlinse sitzt.

    Goldene Stunde

    Die goldene Stunde bezeichnet den Zeitraum von etwa einer Stunde vor dem Sonnenuntergang und nach dem Sonnenaufgang.

    Durch den sehr kleinen Winkel, in dem das Licht der Sonne auf die Erde trifft, enthält das Licht sehr große Anteile an rot und gelb. Es wirkt dadruch sehr warm. Gleichzeitig sorgt der tiefe Stand der Sonne für sehr lange Schatten. Diese wiederum lassen sich hervorragend in der Bildgestaltung nutzen, um in zweidimensionalen Fotos den Eindruck der räumlichen Tiefe zu erwecken. Grundsätzlich wirkt die Goldene Stunde durch die leuchtende Sonne meist spektakulärer als die Blaue Stunde.

    Durch die tiefstehende Sonne ist allerdings der Kontrast zwischen Lichtern und Schatten sehr hoch. Das kann zu Problemen bei der Aufnahme führen, da auch die modernsten Kamerasensoren die Helligkeitsunterschiede nicht abbilden können. Hier können spezielle Filter oder Belichtungsreihen die Lösung sein.

    tiefstehende sonne strahlt durch bäume und taucht szenerie in goldenes licht
    Die tiefstehende Sonne taucht den Wald in goldenes Licht.

    Gradiationskurve

    Mit der Gradiationskurve werden in Bildbearbeitungsprogrammen wie Gimp die Kontraste im Bild verstärkt. So lassen sich gezielt helle und dunkle Bereiche im Bild bearbeiten.

    Die Gradiationskurve verläuft in der Darstellung als Gerade im Histogramm von links unten nach rechts oben. Im linken Bereich des Histogramms befinden sich die dunklen Abstufungen bis hin zu schwarz. Im rechten Bereich finden sich die Abstufungen der hellen Bereiche bis hin zu weiß. Durch Anklicken der Geraden lassen sich Punkte hinzufügen. Diese Punkte können auf der Gerade nach oben oder unten verschoben werden. Nach oben ziehen hellt die Pixel auf. Nach unten ziehen dunkelt sie ab.

    Das einfachste Vorgehen in der Bearbeitung um den Kontrast in einem Bild zu erhöhen:

    Ein Punkt wird im unteren Bereich auf die Gerade gesetzt, ein zweiter Punkt im oberen Bereich. Durch vorsichtiges Ziehen des ersten Punktes nach unten, werden die dunklen Bereiche weiter abgedunkelt. Durch vorsichtiges Ziehen des oberen Punktes nach oben, werden die hellen Bereiche im Bild aufgehellt. Dadurch wirkt das Bild kontrastreicher.

    Allerdings ist bei der Verwendung der Gradiationskurven Vorsicht geboten. Andernfalls kommt es schnell zu einem unnatürlichen Aussehen des Bildes oder auch zu Tonwertabrissen. Insbesondere im JPEG-Format.

    HDR (High Dynamic Range)

    HDR bezeichnet Aufnahmen, die einen sehr hohen Dynamikumfang aufweisen. Also Details in Tiefen und Lichtern zeichnen, die mit herkömmlichen und verbreiteten Bildsensoren nicht möglich sind.

    Dabei gibt es zwei verschiedene Versionen:

    1. Technische HDR-Aufnahmen.
    2. HDR-Aufnahmen im Fotografie-Volksmund.

    Erstere bezeichnet Aufnahmen, die mit speziellen Bildsensoren aufgezeichnet werden. Die HDR-Aufnahme entsteht also bereits beim Fotografieren. Ihr Dynamikumfang entspricht nahezu dem menschlichen Auge. Entsprechend teuer sind solche speziellen Kameras. Dazu kommt, dass für die Anzeige solcher Bilder ebenfalls spezielle Displays notwendig sind.

    HDR meint im Zusammenhang mit der Fotografie in der Regel aber etwas anderes als den ersten Punkt:

    Unter der Bezeichnung werden Fotos zusammengefasst, die durch Aufnehmen einer Belichtungsreihe und anschließendem Übereinanderlegen zu einem Foto entstehen. So wird indirekt der Dynamikumfang des Kamerasensors erhöht.

    Bedeutet: Du nimmst eine Szenerie mit hohen Helligkeitsunterschieden auf. Dazu erstellst du eine Belichtungsreihe aus mindestens drei Aufnahmen. Eine der Aufnahmen weist keine ausgebrannten Lichter auf, eine der Aufnahmen keine abgesoffenen Schatten und die dritte Aufnahme ist auf die Mitten belichtet.

    Am Computer erstellst du aus diesen drei Aufnahmen mit einem Spezialprogramm (ich nutze Gimp mit dem Plugin „Exposure Blend“) ein Bild. Durch diese Technik verfügt das erstellte Foto über Zeichnung und Struktur in den sehr hellen und auch sehr dunklen Bereichen. Um das beste Ergebnis zu erzielen, empfehle ich dir unbedingt ein Stativ zu verwenden.

    Das Ergebnis aus drei Aufnahmen. Mit einer einzigen Aufnahme wäre der Raum nicht hell genug und in den Fenstern nur bloßes weiß.

    Da verbreitete und herkömmliche Monitore oder Displays den großen Helligkeitsbereich nicht anzeigen können, werden diese Kontraste abschließend komprimiert. Das Ergebnis sind Bilder, in denen sowohl in den Lichtern als auch in den Schatten mehr Strukturen erhalten bleiben, als es bei einer einzigen Aufnahme der Fall wäre. Dieser Prozess der Bearbeitung heißt „Tone Mapping“.

    Wie du selbst die HDR-Technik nutzen kannst, erfährst du in meinem Artikel „Sonnenuntergang fotografieren – zwei Techniken in der Praxis„.

    Durch die Aufnahme von drei Einzelbildern eignet sich die HDR-Technik nicht oder nur bedingt für bewegte Motive.

    Bei Smartphones und in die Kamera integrierten HDR-Funktionen passiert nichts anderes. Nur dass du weniger Einfluss auf das Ergebnis hast.

    High-/Low-Key

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    Histogramm

    Das Histogramm zeigt dir in einem Balkendiagramm völlig unbestechlich die Helligkeitsverteilung in deinem Bild an. Gibt es Ausschläge am linken Rand, so steckt dort nur noch Schwarz in den Pixeln. Fotograf*innen sprechen dabei flappsig von „abgesoffenen Schatten“. Gibt es Ausschläge am rechten Rand, steckt dort nur noch weiß in den Pixeln. Fotograf*innen sprechen dabei flappsig von „ausgebrannten Lichtern“. Beides solltest du versuchen zu meiden. Es sei denn, deine Bildidee möchte gänzlich schwarze oder weiße Flächen.

    Viel zu häufig knipste ich frohen Mutes am Ostseestrand vor mich hin und freute mich über die tollen Bilder am Kameramonitor. Zuhause dann die miese Überraschung: Die meisten der Bilder sind zu dunkel, also unterbelichtet. Der Kameramonitor verfälschte die tatsächliche Helligkeit des Bildes. Dabei kannst du diesen Fehler ganz einfach vermeiden: Achte nach der Aufnahme auf das Histogramm. Denn dort siehst du schnell und zuverlässig, ob dein Bild gut belichtet ist.

    screenshot mit überbelichtetem histogramm
    So sieht ein Histogramm bei Überbelichtung aus.
    screenshot mit unterbelichtetem bild
    So sieht ein Histogramm bei Unterbelichtung aus.
    screenshot mit fast idealem histogramm
    Und so sieht ein fast ideales Histogramm aus.

    Näheres zum Histogramm und damit einhergehend zur Belichtung findest du in meinem Beitrag: Die „richtige“ Belichtung – das Histogramm als Hilfsmittel.

    Hot-Pixel

    Neben den Dead-Pixeln gibt es noch die Hot-Pixel. Auch dieser Begriff bezeichnet fehlerhafte Pixel. Anders als die Dead-Pixel liefern Hot-Pixel fehlerhafte Farbinformationen. Besonders bei Nachtaufnahmen mit langen Belichtungszeiten treten diese Fehler auf. Zu erkennen sind die Hot-Pixel an leuchtenden Farben wie etwa Rot, Grün oder Blau.

    Auch diese Bildfehler lassen sich durch das Abschalten der betroffenen Pixel, dem sogenannten „Ausmappen“, beheben.

    In Fotografieforen findest du erbitterte Debatten hinsichtlich der tolerierbaren Anzahl an fehlerhaften Pixeln. Ich empfehle dir, dieses Thema nicht zu ernst zu nehmen. Denn bei über 20 Megapixeln (also über 20 Millionen) halte ich den Ausfall einiger Pixel für nicht relevant. Sollten dir fehlerhafte Pixel in deinem Bild auffallen, kannst du diese mit einem Bildbearbeitungsprogramm sehr leicht verschwinden lassen. Nervt dich die Zusatzarbeit und die Fehler springen dir massiv ins Auge, dann nimm am besten Kontakt zu deinem Hersteller auf.

    Hyperfokale Distanz

    Ich versuche es mal mit einer stark vereinfachten (und physikalisch völlig unzulänglichen 😉) Erklärung zur hyperfokalen Distanz: Je nach Blendenzahl sind Bereiche vor und hinter dem fokussierten Punkt noch scharf im Bild dargestellt. Die hyperfokale Distanz gibt dir an, wie tief dieser Bereich ist. In unserem Falle: Welche Mindestentfernung muss der fokussierte Punkt haben, so dass sich die Schärfe bis zur Unendlichkeit ausdehnt. Je kleiner die Blendenzahl, desto mehr Abstand musst du vom Fokuspunkt mit deiner Kamera halten. Je größer die Blendenzahl, desto geringer darf die Distanz zwischen Kamera und fokussiertem Punkt sein. Nehmen wir folgendes an: Du stehst am Strand, vor dir ein Stein, die Sonne geht glühend unter. Das willst du fotografieren. Dabei verwenden wir eine Fuji X-T3 mit APS-C-Sensor und ein 16 Millimeter Objektiv mit einer Blende von 8. Mit einem Rechner für die hyperfokale Distanz stellen wir fest, dass wir den Fokuspunkt auf eine Entfernung von 1,62 Meter setzen können. Solange der Stein mindestens 0,81 Meter vom Sensor entfernt ist, wird sowohl der Stein, als auch der Hintergrund scharf. Schließen wir die Blende noch weiter, kann der Stein noch dichter an den Sensor heran, beziehungsweise du kannst die Kamera dichter ran halten. 🙂

    ISO/Lichtempfindlichkeit

    Mit dem ISO-Wert sollten seinerzeit Filme in ihrer Lichtempfindlichkeit vergleichbar gemacht werden. Vereinfacht: Kauftest du einen ISO-100-Film von Agfa sollte der genauso lichtempfindlich sein, wie der ISO-100-Film von Kodak oder Fuji. Für die Digitalfotografie übernahmen die Kamerahersteller diese Werte. Ein Foto bei ISO 200, 1/50s und Blende f8 aus einer Fujikamera sollte ziemlich genau die gleichen Helligkeitswerte haben, wie aus einer Canon oder Nikon.

    Die Digitalfotografie brachte einen großen Vorteil hinsichtlich der Lichtempfindlichkeit: Fortan kannst du Bilder aufeinanderfolgende Bilder mit unterschiedlichen ISO-Werten aufnehmen. Im Vergleich zu analogen Kameras bist du damit wesentlich flexibler. Du kannst in einem Moment ein Bild bei ISO 100 aufnehmen und im nächsten Moment bei ISO 25.600, so es deine Kamera her gibt. Das sah früher noch ganz anders aus. Da musstest du mal eben den Film wechseln.

    Damit erweitern sich deine Möglichkeit bei der Belichtung. Du kannst wesentlich einfacher Blende und Belichtungszeit so anpassen, wie du sie brauchst. Ist dein Bild nach der Aufnahme zu dunkel, kannst du ganz einfach die Lichtempfindlichkeit erhöhen, bis die Belichtung passt. Ein weiterer Vorteil kommt hinzu: Moderne Bildsensoren (und damit meine ich alles ab 2008 mit dem Erscheinen der Nikon D700. Ein echter Meilenstein!) sind ISO-Werte möglich, die mit Filmen nur mit massiven Einbußen oder schlicht gar nicht erreicht werden können. Das bringt ganz neue Möglichkeiten mit sich, etwa beim Fotografieren der Milchstraße:

    Eine Aufnahme mit einem ISO-Wert von 10.000. Dadurch konnte ich die Belichtungszeit auf 20 Sekunden reduzieren, so dass die Sterne durch die Erdrotation nicht verwischen. Früher ging dies nur mit Apparaturen zur Nachführung, die die Bewegung der Erde ausgleichen. Mehr dazu findest du unter Astrofotografie.

    Hohe ISO-Werte, also eine hohe Lichtempfindlichkeit, haben aber auch zwei Nachteile:

    1. Der Dynamikumfang des Sensors nimmt ab. Größere Unterschiede in der Helligkeit werden von den Sensoren bei zunehmender Lichtempfindlichkeit schwieriger aufzunehmen.
    2. Das Bildrauschen nimmt zu. Mit hoher Lichtempfindlichkeit steigt die Anzahl der falsch belichteten Pixel. Das sogenannte Rauschen. Die Bilder werden krisseliger und wirken teilweise etwas unscharf oder verwaschen.

    Mehr zum Thema Lichtempfindlichkeit findest du in meinem Beitrag Die Lichtempfindlichkeit(ISO).

    JPEG-Format

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    Kleinbildformat („Vollformat-Sensoren“)

    Das Kleinbildformat bezeichnet die Größe des Bildträgers in einer Kamera mit den Abmessungen 24 x 36 Millimetern. Bis zum Siegeszug der Digitalkameras war der Kleinbildfilm der beste Kompromiss aus Bildqualität und handlicher Größe.

    Die Entwicklung der Digitalkameras und ihre Verbreitung ließ das Kleinbildformat vorübergehend in den Hintergrund treten. Bildsensoren in dieser Größe waren zu Beginn nahezu unerschwinglich. So griffen die fast alle Hersteller auf das kleinere und damit günstigere APS-C-Format zurück.

    Mit Fortschreiten der Entwicklung kamen Ende der 2000er Jahre die ersten bezahlbaren DSLR-Kameras mit Kleinbild-Sensoren auf den Markt. Dazu gesellte sich die Bezeichnung „Vollformat“, die ich aber für unpräzise halte. Denn der Begriff suggeriert, dass APS-C-Kameras nicht komplett wären.

    Mittlerweile erfreut sich das Kleinbildformat wieder einer sehr großen Beliebtheit. Zwar gibt es noch immer Hersteller, die auch in porfessionellen Kameras APS-C-Sensoren verbauen. Die große Mehrheit bietet in teureren Modellen aber auch die größeren Sensoren an.

    Der Vorteil eines größeren Sensors: Er sammelt mehr Licht ein, erlaubt kleinere Bereiche an Schärfentiefe und ermöglicht größere Bildwinkel im Weitwinkelbereich.

    Lichtschachtsucher

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    Live-View

    Live-View bezeichnet die elektronische Darstellung des Bildausschnitts auf ein Display. Dafür zeichnet der Bildsensor kontinuierlich das Bild auf und sendet es über einen Wandler. Sehr schnell Verbreitung fand diese Art der Bildübertragung in digitalen Kompaktkameras.

    Bei digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) läuft die Darstellung des Bildausschnitts über ein rein optisches System. Das vom Objektiv eingesammelte Lichtbündel wird über einen Spiegel und ein Prisma in den Sucher reflektiert. Der Spiegel bedeckt zugleich den Bildsensor. Eine Einführung des Live-View an DSLR-Kameras brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Olympus baute einen zusätzlichen, schwächeren Bildsensor ein, um den Bildausschnitt kontinuierlich elektronisch darzustellen. Dieser Weg erwies sich als zu kostspielig und zu teuer. Der zweite Weg ist das Hochklappen des Spiegels und Öffnen des Verschlusses. So wandelt der Sensor das Licht ebenfalls kontinuierlich um und schickt die Daten an das Display an der Rückseite der Kamera.

    Spiegellose Systemkameras (DSLM) funktionieren wie die digitalen Kompaktkameras. Allerdings verfügen viele DSLM-Kameras über einen Sucher. In diesem wird ebenfalls ein elektronisches Bild übertragen, kein optisches. Der Vorteil: Das Bild lässt sich im Sucher bei Sonnenschein besser beurteilen.

    Fotografieren im Live-View-Modus bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich:

    • im Dunkeln besser zu erkennen
    • Möglichkeit Ausschnitte zu vergrößern, so dass die manuelle Fokussierung stark vereinfacht wird
    • Einblenden von Zusatzinformationen möglich
    • Veränderungen von Einstellungen werden direkt sichtbar, beispielsweise der Weißabgleich, Verkürzen der Belichtungszeit und andere
    • Einblenden eines Live-Histogramms ermöglicht genauere Beurteilung der eingestellten Belichtung
    • Kameras können im Display die scharfgestellten Kontrastkanten anzeigen (Focus-Peaking), so dass eine effektive Kontrolle der Fokussierung möglich ist

    Nachteile bringt die elektronische Übertragung allerdings auch mit sich:

    • Umwandlung ist sehr rechenintensiv
    • Ältere elektronische Sucher übertragen das Bild minimal zeitverzögert
    • beständige Sensorarbeit lässt diesen warm werden –> Folge: Anfälliger für Bildrauschen
    • rechenintensive Umwandlung und Darstellung auf Displays sehr energieintensiv, Akkus recht schnell erschöpft, besonders im Vergleich zu DSLR

    Macrofotografie

    Die Macrofotografie lässt kleine Dinge groß rauskommen.

    (Mega-)Pixel

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    Messsucherkamera

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    Milchstraßenfotografie

    Die Milchstraßenfotografie gehört als Unterkategorie zur Astrofotografie. Wie der Name schon sagt, liegt der Fokus auf der Milchstraße.

    Für Fotos der Milchstraße beachtest du folgendes:

    1. Geeignete Monate um Fotos der Milchstraße aufzunehmen sind: Februar, März, April, Mai, August, September, Oktober.
    2. Suche dir einen Ort mit möglichst wenig Umgebungslicht.
    3. Achte darauf, in Neumondnächten oder kurz davor oder danach zu fotografieren.
    4. Du benötigst deine Kamera, ein möglichst weitwinkeliges Objektiv mit einer großen Offenblende, ein Stativ, Reserveakkus und eventuell eine Thermoflasche mit heißem Tee.

    Zu Punkt 1: Von November bis Januar taucht die Milchstraße hinter dem Horizont ab. Sie ist am Abendhimmel nicht mehr zu sehen. In den Monaten Juni und Juli hängt es von deinem Standort in Deutschland ab. Hier oben im Norden wird es sogar schon Ende Mai nachts nicht mehr vollständig dunkel. Entsprechend schwierig wird es mit Fotos der Milchstraße.

    Zu Punkt 2: Fotos der Milchstraße profitieren von möglichst wenig Lichtverschmutzung und absoluter Dunkelheit. In Deutschland schwierig zu finden. Eine Karte der Lichtverschmutzung kann dir helfen: Lichtverschmutzungskarte

    Zu Punkt 3: In klaren Vollmondnächten bekommst du Schwierigkeiten. Denn der Mond entfaltet eine so starke Leuchtkraft, dass die Versuche die Milchstraße zu fotografieren, scheitern. Die Helligkeit des Mondes überstrahlt das vergleichsweise schwache Leuchten der Milchstraße. Wirf also vorher einen Blick in den Mondkalender um dir böse Überraschungen zu ersparen.

    Zu Punkt 4: Die Erde dreht sich. Das ist allgemein bekannt. Diese Erdrotation wird bei der Astrofotografie zu einem Problem. Durch die Dunkelheit und das schwache Leuchten der Milchstraße müsstest du für eine ausreichende Belichtung sehr lange belichten. Da sich die Erde aber dreht, verschwimmen die Sterne zu Strichen. Mit kleinen Brennweiten, genauer mit großem Bildwinkel, kannst du die Belichtungszeit verlängern. Bei sehr wenig Licht hilft dir außerdem ein Objektiv mit einer sehr großen Anfangsblende. Also f1.4 zum Beispiel. Und dennoch wirst du die Lichtempfindlichkeit sehr hoch drehen müssen, um auf deinen Bildern überhaupt etwas erkennen zu können.

    Selbstredend benötigst du ein Stativ für die Milchstraßenfotos und mindestens einen Reserveakku solltest du auch dabei haben. Und da es nachts oft sehr frisch wird, empfehle ich dir, aus eigener Erfahrung, eine Thermoflasche mit heißem Tee mitzunehmen.

    In meinem Artikel zur Belichtungszeit findest du eine Tabelle mit den längsten Belichtungszeiten für Sternenfotos. Sortiert nach Brennweite und Sensorgröße: „Verstehe die Belichtungszeit – und fotografiere noch heute wie ein Profi„.

    Mittelformat

    Neben den sehr populären Sensor-Formaten wie Kleinbild und APS-C verkaufen einige Hersteller Kameras mit deutlich größeren Sensoren. Diese werden nach ihren analogen Vorbildern als Mittelformat bezeichnet.

    Kameras dieser Art beherbergen beherbergen Sensoren der Maße 43,8 x 32,9 Millimeter bis hin zu 53,7 x 40,4 Millimetern. Im Vergleich zum analogen Mittelformat (hier zählen Filme mit Maßen von 6 x 4,5 Zentimetern bis 6 x 9 Zentimetern dazu) fallen die Sensoren etwas kleiner aus. Der Grund: Die Kosten.

    Bereits die aktuell verfügbaren Kameras im digitalen Mittelformat bewegen sich preislich in Regionen, dass sie nahezu ausschließlich in der professionellen Fotografie eingesetzt werden.

    Die Vorteile der Mittelformatkameras sind unter anderem:

    • Großformatige Ausbelichtungen ohne gravierende Qualitätsverluste möglich
    • sehr geringe Schärfentiefe
    • große Sensorfläche erlaubt mehr Pixel für detailreichere Fotos

    Folgende Hersteller bieten (Stand August 2023) digitale Mittelformatkameras an:

    • Fuji
    • Hasselblad
    • Mamiya
    • Pentax
    • Leica
    • Phase One

    Neben den rein digitalen Kameras gibt es spezielle digitale Rückteile. Diese Rückteile werden anstelle eines Magazins mit einem Film an eine Kamera angeschlossen. So verwandelt sich eine analoge Mittelformatkamera in eine digitale.

    Als Ergänzung: Ähnlich wie zwischen Kleinbildformat und APS-C gibt es auch einen Cropfaktor von Mittelformat zu Kleinbild/APS-C. Da der Bildwinkel abhängig von Brennweite und Sensorgröße ist, lassen sich mit Mittelformatkameras bevorzugt Weitwinkel-Aufnahmen bewerkstelligen. Im Kontrast dazu, gibt es kaum Objektive mit sehr langen Brennweiten und daraus resultierenden kleinen Bildwinkeln. Entsprechend selten entstehen Aufnahmen mit Mittelformatkameras in den Bereichen Sport und Wildtierfotografie.

    Mitzieher

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    Nachtfotografie

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    Naheinstellgrenze

    Die Naheinstellgrenze bezeichnet die Mindestentfernung zwischen Sensor und Motiv, bei der noch scharf gestellt werden kann. Sie wird also nicht von der Frontlinse aus gemessen. Bei einer Naheinstellgrenze von 30 Zentimetern „klebt“ dein Motiv also fast schon vorn am Objektiv.

    Sie ist von Objektiv zu Objektiv verschieden. Weitwinkel- und Macroobjektive verfügen in der Regel über einen sehr geringen Mindestabstand von Motiv und Sensorebene. Du kommst also sehr dicht heran. Der geringe Abstand wirkt sich aber auf die Schärfentiefe aus. Diese ist umso geringer, je dichter sich das fokussierte Objekt an der Sensor- oder Filmebene befindet. Gegebenenfalls musst du dein Objektiv für mehr Schärfentiefe abblenden.

    Teleobjektive verfügen dazu im Gegensatz meistens über eine sehr große Naheinstellgrenze, teilweise bis hin zu einigen Metern.

    Die genauen Angaben zu deinen Objektiven findest du in der begelegten Beschreibung oder im Netz beim Hersteller.

    ND-Filter

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    negativer Raum/Negativraum

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    Nodalpunkt/Nodalpunkt-Adapter

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    Objektiv

    Objektiv bezeichnet die Linsenkonstruktion, die sich an deiner Kamera vorn, vor dem lichtdichten Kasten befindet. Das Objektiv besteht, je nach Art, aus einer unterschiedlichen Anzahl von geschliffenen Linsen. In den meisten Fällen sitzt auch die Blende im Objektiv sowie bei einigen Mittel- und Großformatkameras auch der Verschluss.

    Bridge- und Kompaktkameras verfügen in der Regel über ein festverbautes Objektiv. Sogenannte Systemkameras bieten die Möglichkeit, für verschiedene Einsatzgebiete unterschiedliche Objektive zu verwenden. Früher wurde hierfür der Begriff der „Wechselobjektivkameras“ genutzt.

    Der Begriff der Objektive lässt sich noch weiter differenzieren. Einerseits nach ihrer Bauart in Festbrennweiten und Zoomobjektive. Andererseits nach ihrer Brennweite in Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive.

    Festbrennweiten verfügen über eine einzige Brennweite. Du kannst damit also nicht zoomen. Dafür verfügen Objektive dieser Art sehr häufig über eine sehr große Anfangsblende.

    Zoomobjektive verfügen über einen variablen Brennweitenbereich. Damit kannst du beispielsweise an Objekte „heranzoomen“.

    Weitwinkelobjektive verfügen über einen sehr großen Bildwinkel und eine geringe Brennweite. Ein Objektiv gilt als Weitwinkel, wenn der Bildwinkel größer ist, als der des menschlichen Auge. Das entspricht in etwa Brennweiten unter 45mm.

    Normalobjektive entsprechen in etwa dem Bildwinkel des menschlichen Auge.

    Teleobjektive verfügen über einen sehr engen Bildwinkel und eine sehr große Brennweite. Objekte erscheinen formatfüllend, die Perspektive wird verdichtet oder entfernte Objekte können „dichter heran geholt werden.“

    Nikon hat einen sehr eindrucksvollen Objektivsimulator veröffentlicht. Dort lassen sich die verschiedenen Brennweiten und Bildwinkel sehr anschaulich einstellen und vergleichen.

    Pancake

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    Polfilter

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    Rauschen

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    Rauschunterdrückung

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    RAW-Format

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    RAW-Konverter

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    Schärfe

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    Schärfentiefe/Tiefenschärfe

    Die Schärfentiefe gibt an, wie viel von deinem räumlich ausgedehnten Motiv im fertigen Foto scharf sein wird.

    Die Schärfentiefe hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab:

    Eine große Blendenöffnung (mit einer kleinen Blendenzahl bezeichnet) sorgt für eine geringe Schärfentiefe.

    Je größer die Brennweite, desto geringer wird die Schärfentiefe bei gleicher Blendenöffnung. Bei 18 Millimeter Brennweite und einer Blendenöffnung von f4 ist die Schärfentiefe größer als bei 50 Millimeter Brennweite und einer Blendenöffnung von f4.

    Je kleiner der Abstand zwischen Motiv und Sensor, desto geringer wird die Schärfentiefe. Wenn du also sehr dicht an dein Motiv heran rückst, wird bei gleicher Blende die Schärfentiefe sehr gering. Besonders in der Makrofotografie macht sich dies stark bemerkbar.

    Die Größe des Sensors spielt ebenfalls für die Schärfentiefe eine Rolle. Je größer der Sensor, desto geringer die Schärfentiefe bei gleicher Blendenzahl. An einer Fuji GFX (digitales Mittelformat) ist bei einer Blendenzahl von f4 die Schärfentiefe geringer als bei einer Nikon Z9 (Kleinbildformat). An einer Fuji X-T3 (APS-C-Format) ist die Schärfentiefe bei f4 wiederum geringer als an einer Nikon Z9.

    Eng mit der Schärfentiefe verwoben ist der Begriff des Bokehs. Also der Darstellung von Unschärfe und der Übergänge von scharf zu unscharf in deinem Foto. Das Bokeh zählt zu einer der Eigenschaften eines jeden Objektivs.

    Schnittbildindikator

    Der Schnittbildindikator bezeichnet eine Fokussierhilfe. Diese Hilfe befindet sich auf der Mattscheibe einer Spiegelreflexkamera. Der Schnittbildindikator besteht aus einem Kreis, in dem die beiden Bildhälften gegeneinander geneigt sind. Fokussierst du auf ein bestimmtes Objekt, erscheinen beide Hälften scharf.

    Diese Schnittbildindikatoren verschwanden mit der Verbreitung des automatischen Fokus nahezu komplett. Eine zeitlang tauchten sie mit der Verbreitung des digitalen Kleinbildformates wieder auf. Der Grund: Es kam zu einer Art Revival alter, manuell zu fokussierender Objektive. Da half ein Schnittbildindikator ganz enorm.

    Mit der Entwicklung und Verbreitung der spiegellosen Systemkameras und immer weniger verfügbarer (D)SLR bei denen sich die Mattscheiben austauschen lassen, verschwinden die Schnittbildindikatoren wieder. Es gibt hierfür einfach keine Verwendung mehr.

    (Bild-)Sensor

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    Spitzlichter

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    Stabilisator

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    Stacking

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    Streulichtblende

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    Teleobjektiv

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    Tonwerte

    Der Tonwert bezeichnet die jeweiligen Helligkeitsabstufungen bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen oder die verschiedenen Schwärzungsgrade der einzelnen Farbtöne bei Farbaufnahmen.

    Der aufgezeichnete Tonwertbereich hängt ab, von der Bit-Tiefe des verwendeten Dateiformats. So speichern Bilddateien im JPEG-Format Farbinformationen mit bis zu 8 Bit. Das entspricht 256 Abstufungen pro Farbkanal.

    Tonwertabriss

    Tonwertabrisse entstehen einerseits am häufigsten durch zu heftige Nachbearbeitung eines Fotos. Durch die Erhöhung des Kontrasts oder auch durch starke Komprimierung, fehlen in den Farbverläufen Abstufungen. So entstehen harte Kanten zwischen verschiedenen Farbtönen. Dies fällt besonders in großen, farbigen Flächen auf, wie beispielsweise dem Himmel.

    Andererseits treten Tonwertabrisse auf, wenn Wenn Helligkeitsunterschiede zu stark sind, als dass sie mit den begrenzten Abstufungen im JPEG-Format eines Bildes darzustellen wären. Die Lösung in diesem Falle liegt, so es denn möglich ist, in der Nutzung des RAW-Daten-Formats. In diesem Format können Kameras ein Vielfaches an Farbabstufungen abspeichern, als es im JPEG-Format möglich wäre. Der Nachteil: Für die Bearbeitung brauchst du spezielle RAW-Konverter und die Dateigröße beträgt ebenfalls ein Vielfaches im Vergleich zum JPEG-Format.

    Starke Helligkeitsunterschiede führen zu Tonwertabrissen, also deutlich sichtbaren Kanten in einem Farbverlauf.
    In der Vergrößerung wird der Abriss sichtbarer.

    Umgehen lassen sich diese Abrisse durch eine sanftere Form der Nachbearbeitung. Indem beispielsweise der Kontrast in der Fläche nicht zu stark erhöht wird.

    Oder durch den Einsatz eines Dateiformates, das mehr Informationen speichert und damit in der Nachbearbeitung zur Verfügung stellen kann. Stichwort RAW-Dateien. Diese halten ein Vielfaches an Farbabstufungen im Vergleich zum JPEG-Format bereit. Mehr dazu findest du im Artikel RAW oder JPEG? – Glaubensfrage in der Fotografie?.

    Überbelichtung

    Tonwertabrisse entstehen durch zu heftige Nachbearbeitung eines Fotos. Durch die Erhöhung des Kontrasts oder auch durch starke Komprimierung, fehlen in den Farbverläufen Abstufungen. So entstehen harte Kanten zwischen verschiedenen Farbtönen.

    Unterbelichtung

    Tonwertabrisse entstehen durch zu heftige Nachbearbeitung eines Fotos. Durch die Erhöhung des Kontrasts oder auch durch starke Komprimierung, fehlen in den Farbverläufen Abstufungen. So entstehen harte Kanten zwischen verschiedenen Farbtönen.

    UV-Filter

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    Verzeichnung

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    Vignettierung/Vignette

    Hinter dem Begriff „Vignettierung“ verbirgt sich der Lichtabfall an den Rändern.

    Auf eine Form der Vignettierung nimmst du mit der Blende Einfluss.

    Streng genommen gibt es drei verschiedene Arten von Vignettierung:

    1. Die künstliche,
    2. Die natürliche,
    3. Die Pixel-bezogene.

    Die künstliche Vignettierung entsteht durch die Bauart der Objektive. Manchmal aber auch ganz platt durch eine falsch angesetzte Streulichtblende oder die Verwendung von Filtern.

    Und diese Form der Vignettierung beherrschst du mit der Blende. Paradoxerweise verschwindet diese Vignettierung, je weiter du die Blende schließt.

    Das Gehäuse des Objektivs sorgt bei sehr weit geöffneter Blende dafür, dass leicht abgeschattete Lichtstrahlen bis zum Sensor gelangen. Dies zeigt sich in dunkleren Ecken.

    Schließt du die Blende, verkleinerst du die Öffnung durch die Licht in die Kamera gelangt. Die kleine Öffnung sorgt dafür, dass die abgeschatteten Lichtstrahlen gar nicht erst auf den Sensor gelangen.

    Die anderen beiden Arten der Vignettierung lassen sich von uns Fotografierenden nicht beeinflussen. Darauf können wir aber in der Nachbearbeitung Einfluss nehmen.

    Mehr zur Vignettierung und der Blende findest du in meinem Artikel „Die Blende – der Zaubertrank für deine Fotos“.

    (Ultra)Weitwinkelobjektiv

    (Ultra-)Weitwinkelobjektive bezeichnen eine Gruppe von Objektiven, die über einen größeren Bildwinkel verfügen als das menschliche Auge. Und auch hier gibt es Abstufungen:

    • gemäßigter Weitwinkel, mit Brennweiten an Kleinbildsensoren zwischen 35 und 45mm.
    • Weitwinkel, mit Brennweiten an Kleinbildsensoren zwischen 24 und 35mm.
    • Ultra-/Superweitwinkel, mit Brennweiten an Kleinbildsensoren unter 24mm.

    Vereinfacht gesagt: Mit einem Weitwinkelobjektiv bekommst du mehr auf ein Bild, als das menschliche Auge zu erfassen vermag. Dies führt dazu, dass die einzelnen Bildelemente im Hintergrund stark verkleinert werden. Objekte, die sich sehr dicht vor der Kamera befinden, werden sehr groß dargestellt. So führt der unüberlegte Einsatz von stark weitwinkligen Objektiven häufig dazu, dass auf den Bildern sehr viel drauf ist. Leider geht dabei häufig die Bildstruktur verloren. Weitwinklige Bilder wirken oft überladen, einige sprechen gar von „geschwätzig“. Um diesem Problem zu begegnen, hilft ein klar strukturierter Bildaufbau: Deutlicher Vordergrund, Bildmitte und Hintergrund.

    Klare Bildaufteilung: Steine im Vordergrund, Spiegelung in der Mitte, Berg und Wolken im Hintergrund.

    Weitwinkelobjektive werden sehr häufig in der Landschaftsfotografie empfohlen und auch eingesetzt. Weitere häufige Anwendungsfelder für Weitwinkelobjektive sind:

    • Architekturfotografie
    • Innenraumaufnahmen
    • Astrofotografie (am besten in Verbindung mit einer kleinen Anfangsblende)
    • seltener: Portraitaufnahmen
    • Reportagefotografie

    Mehr zu Objektiven findest du im Eintrag: Objektiv

    Weißabgleich

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    Zoom

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