Das Lexikon für (Fach-)Begriffe in der Fotografie

Dieses Lexikon der Fotografie soll dir den Einstieg in die Fotografie erleichtern. Klicke auf den gesuchten Begriff und es öffnet sich die Beschreibung. Findest du den gesuchten Begriff nicht, schreib‘ ihn in die Kommentare.

Die Liste an Begriffen wird fortaufend ergänzt, ist also noch lange nicht komplett.

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Abbildungsmaßstab

Der Abbildungsmaßstab gibt an, wie groß das fotografierte Objekt auf deinem Sensor abgebildet wird. Dies ist insbesondere in der Makrofotografie von Bedeutung. Denn hier wollen Fotograf*innen kleine, unscheinbare Dinge nach Möglichkeit im Verhältnis 1:1 oder noch größer darstellen. 1:1 bedeutet: Das Objekt wird auf dem Sensor so groß abgebildet, wie es in der Realität auch ist.

Die Bezeichnung „1:1“ oder „1:2“ bezieht sich dabei auf den maximal möglichen Maßstab. Du kannst also mit einem Objektiv, dass einen Abbildungsmaßstab von „1:2“ zulässt, auch mit kleineren Maßstäben fotografieren. Dies hängt in der Regel von verschiedenen Faktoren ab. Ein entscheidendes Kriterium ist die Entfernung von Objektiv/Sensor zum Motiv. Je weiter weg, desto kleiner wird der Maßstab. Und natürlich auch von der Brennweite. Mit einer großen Brennweite kannst du auch einen größeren Abstand zum Motiv halten. Das ist besonders bei Insekten sehr hilfreich. Ihre Fluchtdistanz ist doch recht groß.

Ein weiterer wichtiger Aspekt kommt beigroßen Abbildungsmaßstäben zum Tragen: Je größer der Maßstab, desto geringer der Bereich der Schärfe. Insbesondere Menschen in der Macrofotografie können davon ein Lied singen. Denn beispielsweise eine Hummel im Maßstab 3:1 komplett scharf im Bild darzustellen, braucht einiges an Übung. Und in der Regel einen sogenannten Fokusschlitten. Damit kannst du mehrere Bilder aufnehmen und den Schärfepunkt beispielsweise mit jedem Bild weiter nach hinten verlegen. Im Anschluss rechnest du die Bilder am Computer zusammen und du erhältst ein Bild, in der die Hummel wirklich von den Fühlern bis zum Plüschhintenr scharf ist.

Einige Objektivhersteller bewerben Teleobjektive gern mit dem Zusatz „Macro“. Das ist aber meist nicht mehr als ein Marketinggag. Denn für tatsächliche Makroaufnahmen ist der Abbildungsmaßstab viel zu klein, meist irgendwo zwischen 1:5 und 1:7.

Für weitere Informationen möchte ich dir die Seite Harald Schirmers ans Herz legen. Er hat das Thema Abbildungsmaßstab sehr ausführlich erklärt, falls dir die Kurzbeschreibung nicht reichen sollte.

Astrofotografie

Die Astrofotografie bezeichnet einen Bereich, in dem es um Aufnahmen von Himmelsobjekten wie Planeten, Nebel, Galaxien im Weltall geht. Folgende Herausforderungen stellen sich dir, wenn du dich in diesem Bereich austoben möchtest:

  • Die Erde bewegt sich. Zum einen rotiert sie und zum anderen bewegt sie sich um die Sonne herum.
  • Die Objekte, die du fotografieren möchtest, bewegen sich ihrerseits ebenfalls und verändern ihre Position am Himmel.
  • Um Objekte im Weltall auf einem Sensor zu bannen, benötigst du nahezu vollkommene Dunkelheit.

Dennoch gibt es auch hierfür Lösungen. So gibt es Mechaniken, die automatisch die Ausrichtung auf bestimmte Objekte beibehalten. Ganz praktisch gesprochen: Du möchtest den Mond fotografieren. Da sich dieser bewegt, können sogenannte Nachführungseinheiten die Ausrichtung trotz Bewegung der Erde und des Mondes beibehalten. So sind sehr lange Belichtungszeiten möglich.

Ein ähnliches Problem, wie beim ersten Punkt. Du brauchst eine spezielle Vorrichtung, um die Ausrichtung deiner Kamera auf das Objekt zu fixieren.

Und der letzte Punkt ist auch nicht zu unterschätzen. Richtige Dunkelheit erleichtert die Astrofotografie enorm. Allerdings gibt es in Deutschland so gut wie keine dunklen Landstriche mehr. Wirf mal einen Blick auf die Lichtverschmutzungskarte, dann verstehst du das Problem.

Ein häufiges Motiv in der Astrofotografie ist die Milchstraße.

milchstraße über der ostsee

Wenn du ausführlichere Informationen zur Astrofotografie suchst: Die Website Astroshop hat einen Beitrag zur Astrofotografie für Einsteiger verfasst.

Auflagemaß

Das Auflagemaß gibt grundlegend die Entfernung des Bajonetts zur Sensorebene an. Bei der Fuji S5 im Bild beträgt dieses Maß 46,5mm.

kamerabeispiel für abstand zwischen bajonett und sensorebene

Sehr häufig in Berührung mit diesem Maß wirst du vermutlich nicht kommen. Es könnte für dich relevant werden, wenn du alte (also so richtig alte) und markenfremde Objektive an deiner neuen Kamera verwenden willst. Zum Beispiel ein altes Zeiss Distagon 28/2.8 an einer Fuji X-T3.

Da die Kamerahersteller unterschiedliche Auflagemaße und Anschlüsse verwenden, wirst du im oben genannten Beispiel einen Adapter benötigen. Dieser erfüllt zwei Funktionen:

  1. Der Adapter verfügt an der einen Seite über den Anschluss des Objektivs. Auf der anderen Seite über den Anschluss der Kamera (um beim obigen Beispiel zu bleiben: Der Adapter hat einen Contax/Yashica-Anschluss auf der einen Seite und einen Fuji-X-Anschluss auf der anderen Seite.).
  2. Der Adapter stellt den richtigen Abstand zwischen Bajonett und Sensorebene her. Denn das Objektiv wurde für den Abstand einer Contax/Yashica-Kamera berechnet.

In diesem Falle sind die spiegellosen Kameras sehr stark im Vorteil. Denn das Auflagemaß im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera ist sehr gering. Es fehlt der platzfressende Spiegel im Kameragehäuse. Entsprechend kannst du mit den verschiedenen Adaptern das Auflagemaß auf den gewünschten Abstand verlängern (was übrigens dazu führte, dass die Preise für alte Objektive ziemlich in die Höhe schossen). Das Auflagemaß zu verkürzen ist hingegen nahezu unmöglich. Dies war übrigens in meiner Anfangszeit bei Nikon (und bei der abgebildeten Fuji) ein ziemliches Problem. Denn bei diesen Kameras ist der Auflagemaß sehr groß. Das schränkte seinerzeit die Auswahl an alten, und oftmals günstigen, Objektiven sehr ein. Denn die meisten Hersteller nutzten geringere Abstände.

Auflösung

Die Auflösung gibt an, wie fein Details und Strukturen aufgenommen und wiedergegeben werden. Besonders auffällig wird dies, wenn man Bilder mit vielen kleinen Details aus unterschiedlich alten Kameras vergleicht. So sind auf einem Bild bei einer Kamera mit 6 Megapixel Auflösung wesentlich weniger Details zu erkennen, als bei einer Kamera mit 24 Megapixel.

Aber auch das verwendete Objektiv spielt bei der Auflösung eine entscheidende Rolle. Je hochwertiger und besser die Berechnungen für das Objektiv vorgenommen wurden und je besser das für die Linsen verwendete Glas, desto höhere Auflösungen, also detailreichere Bilder lassen sich damit erstellen.

Allerdings bedeutet eine hohe Auflösung in der Regel auch höhere Kosten.

Autofokus

Mit dem Autofokus stellt deine Kamera automatisch Objekte/Motive scharf. Vermutlich kennst du das von deiner Kamera folgendermaßen: Du drückst den Auslöser halb durch und die Kamera versucht auf ein Objekt scharfzustellen. Ist dies gelungen, drückst du den Auslöser komplett durch und nimmst das Bild auf. Dies klappt bei ruhenden Motiven und ausreichend Licht extrem gut. Allerdings gibt es Bereiche in der Fotografie, in denen es die Kamera nicht so leicht hat: beispielsweise rennende Hunde oder andere sich bewegende Motive. Aber auch dafür gibt es Lösungen: Unterschiedliche Autofokus-Modi.

  • AF-S (bei Canon auch „One Shoot AF“ genannt): Die Kamera stellt genau einmal scharf. Sie versucht erst wieder neu zu fokussieren, wenn du den Auslöser erneut zur Hälfte drückst.
  • AF-C (bei Canon auch „AI Servo AF“ genannt): Die Kamera stellt koninuierlich scharf. Damit kannst du sich bewegende Objekte verfolgen und immer wieder auslösen.
  • AF-A: Die Kamera übernimmt komplett selbst die Entscheidung, wo, wie und was sie scharf stellt.

Neben diesen grundlegenden Modi entwickelten und entwickeln die verschiedenen Hersteller noch weitere Möglichkeiten des automatisierten Scharfstellens. Moderne Kameras erkennen sehr zuverlässig Gesichter. Und mittlerweile auch, wenn diese Gesichter lächeln. Weitere Entwicklungen zielen darauf ab, dass nicht nur menschliche Gesichter erkannt werden, sondern auch tierische. Das soll den Aufwand vereinfachen, wenn du beispielsweise deinen Hund im Laufen fotografieren willst. So soll die Kamera automatisch erkennen, wo sich die Augen des Hundes befinden und diese kontinuierlich scharf stellen.

Bajonett-Anschluss

Der Bajonettanschluss bezeichnet die am weitesten verbreitete Kopplungsart zwischen Objektiv und Kamera. Durch verschiedene Aussparungen wird das Objektiv an die Kamera angesetzt und dann durch eine viertel bis halbe Drehung eingerastet. Unterschiedliche Hersteller verfügen über unterschiedliche Bajonette. Wenn du dir also ein anderes Objektiv kaufen willst, musst du besonders auf die Anschlussart achten. Im folgenden eine kurze Auflistung der aktuell (Stand: September 2022) verbreitetsten Bajonett-Anschlüsse:

  • Canon EF (für Spiegelreflexkameras der EOS-Reihe)
  • Canon EF-M (für spiegellose EOS-M-Kameras)
  • Canon EF-R (für spielgellose EOS-R-Modelle)
  • Nikon F (für Nikon-Spiegelreflexkameras seit 1959)
  • Nikon Z (für spiegellose Systemkameras der Z-Serie)
  • Fuji X (für spiegellose Systemkameras der X-Serie)
  • Sony A (für Sony-Spiegelreflexkameras)
  • Sony E (für spiegellose Systemkameras der Alphaserie)
  • Olympus mFT (für Olympus und Panasonic-Kameras der G-Serie)
  • Pentax K (für Pentax-Spiegelreflexkameras)
  • L-Bajonett (für Leica-, Panasonic- und Sigma-Kameras ab 2018)

Belichtungsdreieck

Das Belichtungsdreieck stellt schematisch die Beziehung zwischen den drei Grundelementen der Fotografie dar. Das sind: Blende, Belichtungszeit und ISO/Lichtempfindlichkeit. So wird verdeutlicht, dass die drei Elemente miteinander in Verbindung stehen. Veränderst du einen der Parameter, musst du einen oder auch beide, der anderen Parameter ebenfalls verändern.

Ein Beispiel: Du fotografierst mit einer Belichtungszeit von 1/50s. Dies ist dir zu lang. Du verkürzt die Belichtungszeit auf 1/100s. Damit die Belichtung des Bildes gleich bleibt, kannst du entweder die Blende öffnen, oder die Lichtempfindlichkeit erhöhen.

Im Beitrag Das Belichtungsdreieck habe ich dir dieses Schema umfangreicher und genauer aufbereitet.

Belichtungsmessung/Messmethode

Die Belichtungsmessung in deiner Kamera misst die Helligkeitswerte deines Motivs, um dir so ein korrekt belichtetes Bild zu ermöglichen. Mehr zur Belichtung findest du im Beitrag Die „richtige Belichtung“.Fotografierst du in einem der automatischen Aufnahmemodi, also A, S, P oder einem Motivprogramm, berechnet die Kamera daraus die jeweiligen Werte der Belichtung des Bildes: Blende, Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit (ISO).

Die meisten Kameras verfügen über drei verschiedene Arten der Belichtungsmessung:

  • Die Matrixmessung. Die Kamera erfasst die Helligkeitswerte über das gesamte Bild und errechnet anhand eines Algorithmus die notwendigen Einstellungen. Hier kann es dir passieren, dass die Programmierung des Algorithmus allerdings verschiedene Bereiche im Bild unterschiedlich stark gewichtet. Einige Hersteller koppeln die Gewichtung wohl auch an das aktivierte Autofokusmessfeld.
  • Die mittenbetonte Integralmessung. Bei dieser Methode misst die Kamera die Helligkeitsunterschiede in einem größeren Bereich der Bildmitte. Die Bildränder bleiben außen vor.
  • Die Spotmessung. Die Kamera misst die Belichtung in einem sehr kleinen Bereich des Bildes (beispielsweise auf deinem Motiv). Dabei nutzen die Kameras in der Regel den Bereich, den das Autofokusmessfeld anpeilt.

Sollten die Ergebnisse dich nicht zufrieden stellen, kannst du über die Belichtungskorrektur eingreifen. Stellst du also fest, dass deine Bilder durch die Bank zu hell werden, kannst du deiner Kamera eine dunklere Belichtungen vorgeben. Dabei kann es dir helfen, deine Kamera ein wenig zu kennen. Einige Modelle neigen zu Überbelichtungen, andere zu Unterbelichtungen.

Ich selbst verwende in der Regel die mittenbetonte Integralmessung. Ich richte mich nach der vorgeschlagenen Belichtung und nehme ein erstes Bild auf. Danach erfolgt die Kontrolle am Histogramm. Je nach Ergebnis passe ich die Belichtung dann in die eine oder andere Richtung an.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit, auch Verschlusszeit genannt, gehört zu den drei Grundelementen der Fotografie. Sie gibt an, wie lange Licht in der Kamera auf den Sensor trifft. Je nach Länge lassen sich mit der Belichtungszeit unterschiedliche Effekte erzielen. So kannst du mit sehr kurzen Zeiten Bewegungen einfrieren.

große welle bricht über betonbunker am strand
Eine sehr kurze Belichtungszeit (hier 1/500s) lässt die Welle in ihrer Bewegung erstarren.

Längere Belichtungszeiten hingegen lassen Bewegungen verschwimmen. Vielleicht kennst du das aus verschiedenen Cartoons, bei denen bei Kater Tom die Beine und Arme eine rotierende Scheibe bilden. So in der Art kannst du dies auch in der Fotografie aufnehmen.

welle bricht über mole mit langer belichtungszeit bewegung wird zu strichen
Eine längere Belichtungszeit (1/5s) lässt die Welle verschwimmen.

Mit extrem langen Belichtungszeiten kannst du sogar sämtliche Bewegung verschwinden lassen. Je stärker die Bewegung, desto länger musst du belichten. So entstehen beispielsweise Bilder mit menschenleeren Plätzen. Obwohl da tagsüber vielleicht reger Betrieb herrscht.

sonnenuntergang an der ostsee lange belichtet mit glattem meer
Eine lange Belichtungszeit (50s) lässt die Ostsee vollkommen glatt erscheinen.

Insbesondere bei längeren Belichtungszeiten wirst du um ein Stativ nicht herum kommen. Generell empfehle ich aber nahezu jedem, beim Fotografieren ein Stativ zu benutzen. 🙂
Wenn du noch mehr über die Belichtungszeit erfahren willst, lies dir meinen Beitrag Die Belichtungszeit durch.

Bildwinkel

Der Bildwinkel gibt die Größe des Bildausschnitts an, der von Kamera und Objektiv aufgenommen wird. Dieser Winkel hängt einerseits von der Brennweite des Objektivs ab, andererseits von der Größe des Aufnahmemediums. Im Falle der Digitalfotografie, also von der Größe des Sensors. Das bedeutet, dass ein Objektiv mit 50mm Brennweite einen größeren Bildwinkel (circa 46°) hat, als ein Objektiv mit 50mm Brennweite an einer APS-C-Kamera (circa 31°).

Dies bezeichnet den sogenannten „Crop-Faktor“. Durch den kleineren Sensor verkleinert sich der Bildwinkel bei gleicher Brennweite. Den Crop-Faktor gibt es somit auch nicht nur zwischen APS-C- und Kleinbildsensoren.

Vereinfacht gesagt:

  • Je kleiner die Brennweite, desto größer der Bildwinkel –> es passt also mehr aufs Bild, einzelne Objekte werden kleiner dargestellt.
  • Je größer die Brennweite, desto kleiner der Bildwinkel –> es passt weniger aufs Bild, einzelne Objekte werden größer dargestellt.

Zur besseren Anschaulichkeit möchte ich dich auch an dieser Stelle an den Objektivsimulator aus dem Hause Nikon verweisen. Da kannst du dir die unterschiedlichen Bildwinkel der jeweiligen Brennweite an Kleinbildkameras und APS-C-Kameras ansehen: Hier geht’s zum Simulator.

Blende

Die Blende ist ein weiteres der grundlegenden Elemente der Fotografie (neben Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit). Sie reguliert im Objektiv die Öffnung, durch die Licht in die Kamera fällt; Um es physikalisch etwas genauer zu bezeichnen: Die Blende bestimmt den Lichtbündelquerschnitt, der auf Sensor/Film trifft. Das will folgendes meinen: Drehst du die Blende sehr weit auf, vergrößerst also die Öffnung, kommt ein sehr breites Lichtbündel in die Kamera. Eine große Blendenöffnung erkennst du zum Beispiel an der Bezeichnung „f2.8“. Umgekehrt kannst du die Zahl „f16“ einstellen. Die Blendenöffnung wird nun sehr klein. Das Licht wird stark gebündelt. Sehr breite Lichtbündel sind wenig konzentriert. Dies hat Auswirkungen auf die Schärfeverteilung im Bild; der sogenannten Schärfentiefe oder Tiefenschärfe.

Gleichzeitig bedeutet eine kleine Blendenzahl, also eine große Blendenöffnung, dass sehr viel Licht auf den Sensor treffen kann. Umgekehrt lässt eine kleine Blendenöffnung, also große Blendenzahl, nur sehr wenig Licht zum Sensor. Hier kommt das Belichtungsdreieck ins Spiel.

Bei einer sehr kleinen Blendenzahl, also einer sehr großen Blendenöffnung, beträgt der Bereich der Tiefenschärfe oftmals nur einen sehr kleinen Bereich. Der Rest des Bildes, der nicht in der Schärfeebene liegt, verschwimmt in Unschärfe.

libelle auf einem grashalm vor verschwommenem hintergrund
Eine sehr weit geöffnete Blende sorgt für den verschwommenen Hintergrund, so dass dieser nicht vom Hauptmotiv ablenkt.

In der Landschaftsfotografie verhält es sich anders. Hier willst du ja nicht nur einen geringen Teil der Landschaft in Schärfe zeigen. Entsprechend schließt du die Blende, wählst also eine große Blendenzahl um einen möglichst großen Bereich in deinem Bild scharf zu haben.

Bei so einem Panorama soll möglichst alles scharf sein. Entsprechend schloss ich die Blende auf f2.8.

Was die Unschärfe angeht, diese hängt nicht nur von der Blende ab. Näheres findest du dazu unter dem Stichwort Bokeh. Wenn du noch genauer über die Blende Bescheid wissen willst, dann möchte ich dich gern auf meinen Beitrag dazu verweisen: Die Blende – eine fotografische Erklärung.

Blendenstern

Blendensterne entstehen durch eine helle, punktuelle Lichtquelle und eine sehr weit geschlossene Blende (zum Beispiel f16). Weiterhin hängt die Form des Sterns von der Anzahl der Blendenlamellen des Objektivs ab.

Um die natürliche Lichtquelle Sonne möglichst punktuell ins Bild zu bekommen, gelingt dies am einfachsten mit einem (Ultra-)Weitwinkelobjektiv. Denn durch den großen Bildwinkel erscheinen Objekte im Bild kleiner. Um die Sonne als Stern im Bild wirken zu lassen, schließt du die Blende am besten soweit es dein Objektiv zu lässt. In der Regel ist das f16. Nun passt du noch die Belichtung so an, dass die anderen Elemente in deinem Bild noch zu sehen sind und drückst auf den Auslöser. Und siehe da: Die Sonne sollte jetzt als Stern im Bild auftauchen. Besonders reizvoll wirkt das, wenn du durch Bäume fotografierst oder die Strahlen des Sterns über eine Kante hinweg scheinen.

Kleine Brennweite (9mm), geschlossene Blende (f16) sorgen für einen schönen Blendenstern.
Die Strahlen der Sonne überdecken die Kreuze, was dem Bild eine gewisse Spannung gibt.

Blendenstufe

Blendenstufen kannst du nutzen um im Kopf die Belichtung anzupassen. Das will folgendes meinen: Ein Objektiv mit einer eingestellten Blende von f2.8 lässt doppelt so viel Licht auf deinen Sensor, wie bei f4. Bei Blende f4 kommt doppelt so viel Licht auf den Sensor wie bei f5.6. Und so weiter. Eine komplette Blendenreihe sieht im übrigen so aus: f1, f1.4, f2, f2.8, f4, f5.6, f8, f11, f16, f22, f32… . Grundsätzlich ließe sich die Reihe ins Unendliche weiterführen. Falls es dich interessiert, die Formel für die Berechnung lautet folgendermaßen: k = (√2)(n-1).

Da die Abstände so sehr groß sind, stellst du in der Regel die Belichtung an der Kamera mit Drittelblendenstufen ein. Eine Blendenreihe sieht dann folgendermaßen aus: f1, f1.1, f1.2, f1.4, f1.6, f1.8, f2, f2.2, f2.5, f2.8, f3.2, f3.5, f4, f4.5, f5, f5.6, f6.3, f7.1, f8, f9, f10, f11, f13, f14, f16, f18, f20, f22, f25, f29, f32… .

Blendenreihen in der Praxis

Für das bessere Verständnis bleibe ich bei meiner Erklärung bei ganzen Blendenstufen. Diese besagen folgendes: Wenn du die Blende um eine volle Blendenstufe schließt, also von f4 auf f5.6, bekommt dein Sensor weniger Licht. Um dies auszugleichen, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Du verlängerst die Belichtungszeit um das Doppelte.
  2. Du erhöhst die Lichtempfindlichkeit/ISO um das Doppelte.

Du hast folgende Werte eingestellt: Blende f4, ISO 200, Belichtungszeit 1/50s. Nun reicht dir die Tiefenschärfe bei f4 aber nicht aus. Du schließt die Blende um eine volle Blendenstufe auf f5.6. Es gelangt nur noch die Hälfte an Licht auf den Sensor. Um das auszugleichen kannst du die Belichtungszeit verlängern, nämlich halbieren: 1/25s. Oder du erhöhst die Lichtempfindlichkeit: auf ISO 400. Verdoppelst als den ISO-Wert. Schließt du die Blende von f5.6 auf f8, halbierst du die Belichtungszeit erneut: 1/12s (eigentlich 1/12,5s, hier runden die Kameras) oder du verdoppelst die Lichtempfindlichkeit, also den ISO-Wert: ISO 800.

In die andere Richtung lässt sich das Spiel natürlich auch spielen. Wenn du also wieder die Werte von eben nutzt: Blende f4, ISO 200, Belichtungszeit 1/50s, stellst du die Blende auf f2.8. Nun fällt das Doppelte an Licht auf deinen Sensor. Um das auszugleichen, kannst du die Belichtungszeit verkürzen: 1/100s. Oder du reduzierst die Lichtempfindlichkeit auf ISO 100.

Aber auch mit der Belichtungszeit und der Lichtempfindlichkeit kannst du mehr oder weniger Licht einfangen. Wenn du beispielsweise bei Blende f4, ISO 200 und Belichtungszeit 1/50s feststellst, dass die Belichtungszeit zu lang ist, kannst du diese reduzieren, beispielsweise auf 1/100s. Als Resultat kommt weniger Licht beim Sensor an. Um das auszugleichen kannst du die Blende weiter öffnen, f2.8, oder die Lichtempfindlichkeit erhöhen, ISO 400.

Bei der Lichtempfindlichkeit verhält es sich genauso. Nimmst du statt ISO 200 einen Wert von ISO 100, ist der Sensor nicht mehr so empfindlich. Das heißt, er braucht mehr Licht. Dies erreichst du wiederum, in dem du a, die Blende von f4 auf f2.8 öffnest. Oder du verlängerst die Belichtungszeit von 1/50s auf 1/25s.

Dieser Zusammenhang wird allgemein auch mit dem Belichtungsdreieck erklärt. Ebenfalls wichtig ist diese Beziehung der drei Werte beim Aufnehmen von Belichtungsreihen.

Bokeh

Der Begriff „Bokeh“ bezeichnet die Darstellung der unscharfen Bereiche in deinem Bild. Grundsätzlich ist dies zwar eher eine Geschmacksfrage. Es lässt sich aber beobachten, dass Bilder mit einem sanften Unschärfeverlauf ruhiger und aufgeräumter wirken. Ein schönes Bokeh sorgt dafür, dass der Hinter- und Vordergrund nicht vom eigentlichen Motiv des Bildes ablenken. So werden beispielsweise Lichtquellen als weiche Punkte dargestellt.

Als technische Voraussetzung vermuten die Objektivkonstrukteure, dass eine nahezu kreisförmige Blendenöffnung besonders weiche Schärfeverläufe begünstigt. Dies versuchen die Konstrukteure mit verschiedenen Anzahlen von Blendenlamellen zu realisieren. Insbesondere in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts unternahmen einige Hersteller (Meyer-Optik aus Görlitz) Versuche, mit teilweise bis zu 19 Blendenlamellen. Normal sind in der heutigen Zeit eher sieben bis neun. Diese alten Objektive werden heute gern genutzt. Die Preise für die alten Optiken steigen, nicht zuletzt durch die Entwicklung der spiegellosen Systemkameras. Denn diese ermöglichen relativ unkompliziert das Adaptieren von nahezu allen Objektiven. Vorausgesetzt, es gibt die entsprechenden Adapter.

Bracketing/Belichtungsreihe

Mit einer Belichtungsreihe nimmst du ein Motiv mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen auf. Diese Technik kommt häufig dann zum Tragen, wenn ein Motiv über starke Helligkeitsunterschiede verfügt. Beispielsweise ein dunkler Innenraum mit großen Fenstern. Hier bliebe dir in der Regel nur die Wahl zwischen zwei folgenden Optionen:

  1. Der Raum ist ausreichend belichtet, so dass er gut zu erkennen ist. Dafür ist in den Fenstern nichts mehr zu erkennen außer weißer Fläche.
  2. Die Umgebung ist durch das Fenster gut zu erkennen, dafür ist der Raum völlig in den Schatten versunken.

Belichtungsreihe aufnehmen

Eine Belichtungsreihe schafft hier Abhilfe. Diese besteht aus drei oder mehr Aufnahmen. Wichtiges Hilfsmittel bei Belichtungsreihen ist das Histogramm. Damit kannst du kontrollieren, ob deine Aufnahmen wie im Folgenden beschrieben, aussehen.

  • Aufnahme 1: Du versuchst mit der Belichtung die Mitte zu treffen. Vermutlich gibt es dann schwarze Bereiche im Raum und weiße Flächen im Fenster. Das Histogramm ist sowohl am linken wie auch am rechten Rand abgeschnitten.
  • Aufnahme 2: Du belichtest so, dass die Flächen im Fenster gut zu erkennen sind. Ob das geklappt hat, erkennst du wiederum am Histogramm. Achte darauf, dass am rechten Rand keine Balken abgeschnitten werden.
  • Aufnahme 3: Du belichtest so, dass die Flächen im Raum gut zu erkennen sind. Ob das geklappt hat, erkennst du ebenfalls am Histogramm. Achte darauf, dass am linken Rand des Histogramms keine Balken abgeschnitten werden.

Mit einer Bildbearbeitungssoftware kannst du diese Bilder am Rechner zusammenrechnen. So erhältst du eine Kombination aus diesen drei Aufnahmen. Also ein Bild, in dem sowohl der Raum als auch die Umgebung durch das Fenster zu erkennen sind.

Belichtungsreihen in der Praxis

Solche Belichtungsreihen kannst du auf zwei Wegen erstellen:

  1. Mit einer Belichtungsreihenautomatik deiner Kamera, so sie denn über so etwas verfügt. Diese findest du auch unter der Bezeichnung „Bracketing“.
  2. Du nimmst die Einstellungen manuell selbst vor. Ist nicht ganz so bequem. Bei starken Helligkeitsunterschieden aber die sicherere Methode.

Das Prinzip ist bei beiden Wegen das gleiche. Du erstellst eine Ausgangsaufnahme mit Blende f8, ISO 100, Belichtungszeit 1/50s. Um ein unterbelichtetes Bild zu bekommen, verkürzt du die Belichtungszeit um das Doppelte. Die Werte sehen dann wie folgt aus: Blende f8, ISO 100, Belichtungszeit 1/100s. Um ein überbelichtetes Bild hinzubekommen verlängerst du die Belichtungszeit des Ausgangsbildes in dem du deinen Wert halbierst: Blende f8, ISO 100, Belichtungszeit 1/25s. Fertig ist deine Belichtungsreihe. Was anderes macht deine Kamera mit der Automatik auch nicht. Nur vermutlich schneller.

Natürlich kannst du eine Belichtungsreihe auch mit den anderen beiden Parametern des Belichtungsdreieck erstellen. Also in dem du die Blende oder die Lichtempfindlichkeit veränderst. In der Praxis wirst du aber am häufigsten an der Belichtungszeit drehen. Wissen über Blendenstufen erleichtert dir das manuelle Einstellen von Belichtungsreihen enorm.

Belichtungsreihen kannst du nutzen, wenn du beispielsweise einen Sonnenuntergang fotografieren willst. Oder eben überall da, wo die Helligkeitsunterschiede sehr groß sind. Außerdem sind Belichtungsreihen die Basis für sogenannte HDRs.

Brennweite

Die Brennweite ist eine physikalische Größe, die durch das Objektiv vorgegeben wird. Die physikalische Erklärung: Sie definiert den Abstand zwischen Hauptebene der Linse und dem Brennpunkt. Die Erklärung für die Fotografie: Brennweite und Größe des Aufnahmemediums (im Falle Digitalfotografie Größe des Sensors) bestimmen den Bildwinkel des verwendeten Objektivs. Flappsig formuliert: Die Brennweite sagt dir, wie viel auf dein Bild passt. Kleine Brennweiten sorgen für einen sehr großen Bildwinkel. Große Brennweiten für einen sehr kleinen Bildwinkel.

Mit der Brennweite lassen sich Objektive auch in verschiedene Gruppen einsortieren:

  • 0-24mm Brennweite: Super- oder Ultraweitwinkelobjektive
  • 24-45mm Brennweite: Weitwinkelobjektive
  • 45-60mm Brennweite: Normalobjektive
  • 60-300mm Brennweite: Teleobjekitve
  • über 300mm Brennweite: Superteleobjektive

Mehr zur Brennweite, findest du in meinem Beitrag dazu. Dabei erkläre ich dir, wie du die Brennweite für deine Fotografie nutzen kannst: Die Brennweite – eine fotografische Erklärung.

Übrigens, gern stellen Menschen die These auf, dass Kameras mit kleineren Sensoren eine Art Brennweitenverlängerung bewirken: Den sogenannten Crop-Faktor. Kurz gesagt: Physikalisch ist das Unsinn. Es ändert sich lediglich der Bildwinkel.

Bridgekamera

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Chromatische Aberrationen

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Crop-Faktor

Der Cropfaktor bezeichnet grundsätzlich die Veränderung des Bildwinkels an Kameras mit verschiedenen Sensorgrößen. So gibt es Kameras mit einem Sensor in Größe eines herkömmlichen Kleinbildfilms, also 24 mal 36mm. Als digitale Spiegelreflexkameras den Hobbymarkt eroberten, waren Sensoren dieser Größe noch zu teuer in der Massenproduktion. Ergo verbauten die großen Hersteller kleinere Chips. Sehr häufig kam eine Variante der Größe circa 23mm mal circa 14mm, auch APS-C genannt) zum Einsatz. Ein entsprechender Kleinbildsensor ist etwa anderthalb Mal so groß.

Brennweite und Sensorgröße bestimmen den Bildwinkel eines Objektivs, der aufgenommen werden kann. An einer Kleinbildkamera beträgt der Bildwinkel nur ein Dreiviertel im Vergleich zu einer APS-C-Kamera. Ganz praktisch: 18mm Brennweite und Kleinbildsensor ermöglichen einen Bildwinkel von gut 100°. 18mm Brennweite mit einem APS-C-Sensor ergeben einen Bildwinkel von circa 76°.

Für die Praxis wird häufig einfach nur die Brennweite umgerechnet, auch wenn das physikalisch nicht korrekt ist. Die Rechnung sieht folgendermaßen aus: 18mm an APS-C entsprechen dem Bildwinkel von 27mm an Kleinbild (18 mal 1,5 = 27). Deutlicher wird der Unterschied bei den Normalobjektiven. 50mm an APS-C ergeben einen Bildwinkel wie 75mm an Kleinbild (50 mal 1,5 = 75). Und dies entspricht dann schon nicht mehr unserem gewohnten Blickfeld. Das Äquivalent zu den beliebten 50mm an Kleinbild sind bei APS-C 35mm.

Die Rechnungen und Beschreibungen sollen in diesem Falle nur als Beispiel dienen. Und die Bezeichnung „Crop-Faktor“ wird dir wohl am häufigsten zwischen Kleinbild- und APS-C-Sensoren begegnen. Grundsätzlich gibt es den Cropfaktor aber natürlich zwischen allen Sensorgrößen. Fuji baut beispielsweise keine Kleinbildkameras. Dafür gibt es welche mit dem sogenannten Mittelformat. Die Abmessungen dieser Sensoren betragen circa 44 mal 33 Millimeter. Entsprechend gibt es auch hier einen Crop-Faktor zum Kleinbild.

Als Quasi-Standard hat sich das Kleinbildformat einfach deshalb durchgesetzt, weil seinerzeit das Filmformat das gängigste war. Das Fotografie-Volk hatte sich an die Brennweiten und die damit assoziierten Bildwinkel schlicht gewöhnt. Daher wird auch heute noch das Kleinbildformat gern als Ausgangsgröße herangezogen.

DSLM

DSLM steht als Abkürzung für: Digital Single Lens Mirrorless Camera. Also für digitale, einlinsige, spiegellose Kameras. Gemeint sind damit Kameras mit Wechselobjektivanschluss. Anders als bei Spiegelreflexkameras (DSLR) wird in diesen Kameras das Bild vor der Kamera nicht über einen Spiegel in den Sucher reflektiert. Bei den spiegellosen Kameras wird das Bild vor der Kamera vom Sensor aufgefangen und in ein elektronisches Livebild umgewandelt. Das siehst du dann im Sucher.

Im Netz taucht als Bezeichnung für spiegellose Kameras hin und wieder auch der Begrif der „Systemkameras“ auf. Streng genommen stimmt das nicht. Denn auch eine Spiegelreflexkamera ist ein Systemkamera. Denn auch für diese gibt es eine Vielzahl an Objektiven, Blitzgeräten und ähnlichem, so dass von einem Kamerasystem gesprochen werden kann.

Ablösung der Spiegelreflexkameras als Flaggschiffe

Lange galten Spiegelreflexkameras als das Nonplusultra der Kameratechnik. Viele Gelder und Forschungskapazitäten flossen in diese Geräte. Im Laufe der Jahre verbesserte sich die digitale Technik. Bis schließlich die Displays und Signalumwandlungen so gut wurden, dass die Abbilder auch digital in den Sucher übertragen werden können. So ließ sich der Spiegel im Gehäuse einsparen. Dies wiederum führt dazu, dass die Hersteller kleinere Gehäuse bauen können.

Die weitere Entiwcklung sorgt dafür, dass die Vorteile der Spiegelreflexkameras weiter abnehmen. Insbesondere der Autofokus lag bei den spiegellosen Kameras hinter derLeistung der Spiegelreflex zurück. Dieses Manko haben die großen Hersteller mittlerweile behoben.

Im Grunde besitzen die Spiegelreflexkameras nur noch einen wirklichen Vorteil: Der Strombedarf ist sehr viel geringer. Entsprechend halten die Akkus extrem lange. Hier macht sich der elektronische Sucher der spiegellosen Kameras bemerkbar. Als Vergleich: Auf meiner ersten Grönlandreise 2015, bestritt ich die gesamten zweieinhalb Wochen mit meiner DSLR mit drei Akkus, von denen ich zwei nachladen musste. Bei den drei Wochen Grönland 2018 nahm ich sieben Reserveakkus für meine DSLM mit. Davon lud ich zwischendurch fünf nach. Bei Fotoausflügen ist ein zweiter und dritter Akku Pflicht.

Wenn du noch mehr über die Kameras wissen möchtest, besonders welche für dich am besten zum Einstieg geeignet ist: Melde dich für meinen Newsletter an. Dann erhältst du mein PDF „Welche Kamera soll ich kaufen?“ kostenlos.

DSLR

Die Abkürzung DSLR steht für Digital Single Lens Reflex Camera. Heißt übersetzt so viel wie: digitale, einlinsige Reflexkamera. Das will meinen, dass der Bildausschnitt durch das Objektiv über eine Spiegelkonstruktion in den Sucher reflektiert wird. Du guckst damit durch dein Objektiv auf die Szenerie.

Spiegelreflexkameras, sowohl Digital als auch analog, erfreuten sich sehr großer Beliebtheit. Denn durch den Spiegel siehst du nahezu unverfälscht deinen Bildausschnitt. Ab den 2010er Jahren verstärkten die großen Kamerahersteller allerdings ihre Anstrengungen in der Entwicklung von spiegellosen Kameras (DSLM). Diese boten eine Reihe von Vorteilen: Kleiner, leichter, das digitale Sucherbild ermöglicht viele Zusatzinformationen und weniger Mechanik im Inneren. Dem stand zu Beginn ein schwächerer Autofokus gegenüber sowie ein wesentlich höherer Strombedarf. In Sachen Autofokus stehen die aktuellen Modelle den DSLR-Kameras in nichts mehr nach. Entsprechend sinkt die Relevanz von Spiegelreflexkameras. Neben Sony und Fuji kündigte jüngst auch Canon an, für den Profibereich keine DSLR mehr zu entwickeln. Es gibt zu wenig Bedarf, als dass sich die Entwicklungskosten rentieren würden.

Wenn du gerade vor der Frage stehst: „Welche Kamera soll ich bloß kaufen?“, dann habe ich die Lösung für dich. In einem 20seitigen PDF gehe ich genau dieser Frage nach und präsentiere dir eine einfache wie überraschende Lösung. Trage dich für meinen Newsletter ein und du erhältst das PDF kostenlos.

Dunkelbildabzug

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Dynamikumfang

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Exif

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Festbrennweite

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Fisheyeobjektiv

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Filtersystem

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Flare

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Gegenlicht

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HDR (High Dynamic Range)

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High-/Low-Key

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Histogramm

Das Histogramm zeigt dir in einem Balkendiagramm völlig unbestechlich die Helligkeitsverteilung in deinem Bild an. Gibt es Ausschläge am linken Rand, so steckt dort nur noch Schwarz in den Pixeln. Fotograf*innen sprechen dabei flappsig von „abgesoffenen Schatten“. Gibt es Ausschläge am rechten Rand, steckt dort nur noch weiß in den Pixeln. Fotograf*innen sprechen dabei flappsig von „ausgebrannten Lichtern“. Beides solltest du versuchen zu meiden. Es sei denn, deine Bildidee möchte gänzlich schwarze oder weiße Flächen.

Viel zu häufig knipste ich frohen Mutes am Ostseestrand vor mich hin und freute mich über die tollen Bilder am Kameramonitor. Zuhause dann die miese Überraschung: Die meisten der Bilder sind zu dunkel, also unterbelichtet. Der Kameramonitor verfälschte die tatsächliche Helligkeit des Bildes. Dabei kannst du diesen Fehler ganz einfach vermeiden: Achte nach der Aufnahme auf das Histogramm. Denn dort siehst du schnell und zuverlässig, ob dein Bild gut belichtet ist.

screenshot mit überbelichtetem histogramm
So sieht ein Histogramm bei Überbelichtung aus.
screenshot mit unterbelichtetem bild
So sieht ein Histogramm bei Unterbelichtung aus.
screenshot mit fast idealem histogramm
Und so sieht ein fast ideales Histogramm aus.

Näheres zum Histogramm und damit einhergehend zur Belichtung findest du in meinem Beitrag: Die „richtige“ Belichtung – das Histogramm als Hilfsmittel.

Hyperfokale Distanz

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ISO/Lichtempfindlichkeit

Mit dem ISO-Wert sollten seinerzeit Filme in ihrer Lichtempfindlichkeit vergleichbar gemacht werden. Vereinfacht: Kauftest du einen ISO-100-Film von Agfa sollte der genauso lichtempfindlich sein, wie der ISO-100-Film von Kodak oder Fuji. Für die Digitalfotografie übernahmen die Kamerahersteller diese Werte. Ein Foto bei ISO 200, 1/50s und Blende f8 aus einer Fujikamera sollte ziemlich genau die gleichen Helligkeitswerte haben, wie aus einer Canon oder Nikon.

Die Digitalfotografie brachte einen großen Vorteil hinsichtlich der Lichtempfindlichkeit: Fortan kannst du Bilder aufeinanderfolgende Bilder mit unterschiedlichen ISO-Werten aufnehmen. Im Vergleich zu analogen Kameras bist du damit wesentlich flexibler. Du kannst in einem Moment ein Bild bei ISO 100 aufnehmen und im nächsten Moment bei ISO 25.600, so es deine Kamera her gibt. Das sah früher noch ganz anders aus. Da musstest du mal eben den Film wechseln.

Damit erweitern sich deine Möglichkeit bei der Belichtung. Du kannst wesentlich einfacher Blende und Belichtungszeit so anpassen, wie du sie brauchst. Ist dein Bild nach der Aufnahme zu dunkel, kannst du ganz einfach die Lichtempfindlichkeit erhöhen, bis die Belichtung passt. Ein weiterer Vorteil kommt hinzu: Moderne Bildsensoren (und damit meine ich alles ab 2008 mit dem Erscheinen der Nikon D700. Ein echter Meilenstein!) sind ISO-Werte möglich, die mit Filmen nur mit massiven Einbußen oder schlicht gar nicht erreicht werden können. Das bringt ganz neue Möglichkeiten mit sich, etwa beim Fotografieren der Milchstraße:

Eine Aufnahme mit einem ISO-Wert von 10.000. Dadurch konnte ich die Belichtungszeit auf 20 Sekunden reduzieren, so dass die Sterne durch die Erdrotation nicht verwischen. Früher ging dies nur mit Apparaturen zur Nachführung, die die Bewegung der Erde ausgleichen. Mehr dazu findest du unter Astrofotografie.

Hohe ISO-Werte, also eine hohe Lichtempfindlichkeit, haben aber auch zwei Nachteile:

  1. Der Dynamikumfang des Sensors nimmt ab. Größere Unterschiede in der Helligkeit werden von den Sensoren bei zunehmender Lichtempfindlichkeit schwieriger aufzunehmen.
  2. Das Bildrauschen nimmt zu. Mit hoher Lichtempfindlichkeit steigt die Anzahl der falsch belichteten Pixel. Das sogenannte Rauschen. Die Bilder werden krisseliger und wirken teilweise etwas unscharf oder verwaschen.

Mehr zum Thema Lichtempfindlichkeit findest du in meinem Beitrag Die Lichtempfindlichkeit(ISO).

JPEG-Format

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Live-View

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Macrofotografie

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(Mega-)Pixel

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Messsucherkamera

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Milchstraßenfotografie

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Mitzieher

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Nachtfotografie

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ND-Filter

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Nodalpunkt/Nodalpunkt-Adapter

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Objektiv

Objektiv bezeichnet die Linsenkonstruktion, die sich an deiner Kamera vorn, vor dem lichtdichten Kasten befindet. Das Objektiv besteht, je nach Art, aus einer unterschiedlichen Anzahl von geschliffenen Linsen. In den meisten Fällen sitzt auch die Blende im Objektiv sowie bei einigen Mittel- und Großformatkameras auch der Verschluss.

Bridge- und Kompaktkameras verfügen in der Regel über ein festverbautes Objektiv. Sogenannte Systemkameras bieten die Möglichkeit, für verschiedene Einsatzgebiete unterschiedliche Objektive zu verwenden. Früher wurde hierfür der Begriff der „Wechselobjektivkameras“ genutzt.

Der Begriff der Objektive lässt sich noch weiter differenzieren. Einerseits nach ihrer Bauart in Festbrennweiten und Zoomobjektive. Andererseits nach ihrer Brennweite in Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive.

Festbrennweiten verfügen über eine einzige Brennweite. Du kannst damit also nicht zoomen. Dafür verfügen Objektive dieser Art sehr häufig über eine sehr große Anfangsblende.

Zoomobjektive verfügen über einen variablen Brennweitenbereich. Damit kannst du beispielsweise an Objekte „heranzoomen“.

Weitwinkelobjektive verfügen über einen sehr großen Bildwinkel und eine geringe Brennweite. Ein Objektiv gilt als Weitwinkel, wenn der Bildwinkel größer ist, als der des menschlichen Auge. Das entspricht in etwa Brennweiten unter 45mm.

Normalobjektive entsprechen in etwa dem Bildwinkel des menschlichen Auge.

Teleobjektive verfügen über einen sehr engen Bildwinkel und eine sehr große Brennweite. Objekte erscheinen formatfüllend, die Perspektive wird verdichtet oder entfernte Objekte können „dichter heran geholt werden.“

Nikon hat einen sehr eindrucksvollen Objektivsimulator veröffentlicht. Dort lassen sich die verschiedenen Brennweiten und Bildwinkel sehr anschaulich einstellen und vergleichen.

Pancake

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Polfilter

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Rauschen/Rauschunterdrückung

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RAW-Format

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Schärfe

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Schärfentiefe/Tiefenschärfe

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(Bild-)Sensor

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Spitzlichter

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Stabilisator

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Stacking

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Streulichtblende

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Teleobjektiv

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Tonwertabriss

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UV-Filter

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Verzeichnung

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Vignette

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(Ultra)Weitwinkelobjektiv

(Ultra-)Weitwinkelobjektive bezeichnen eine Gruppe von Objektiven, die über einen größeren Bildwinkel verfügen als das menschliche Auge. Und auch hier gibt es Abstufungen:

  • gemäßigter Weitwinkel, mit Brennweiten an Kleinbildsensoren zwischen 35 und 45mm.
  • Weitwinkel, mit Brennweiten an Kleinbildsensoren zwischen 24 und 35mm.
  • Ultra-/Superweitwinkel, mit Brennweiten an Kleinbildsensoren unter 24mm.

Vereinfacht gesagt: Mit einem Weitwinkelobjektiv bekommst du mehr auf ein Bild, als das menschliche Auge zu erfassen vermag. Dies führt dazu, dass die einzelnen Bildelemente im Hintergrund stark verkleinert werden. Objekte, die sich sehr dicht vor der Kamera befinden, werden sehr groß dargestellt. So führt der unüberlegte Einsatz von stark weitwinkligen Objektiven häufig dazu, dass auf den Bildern sehr viel drauf ist. Leider geht dabei häufig die Bildstruktur verloren. Weitwinklige Bilder wirken oft überladen, einige sprechen gar von „geschwätzig“. Um diesem Problem zu begegnen, hilft ein klar strukturierter Bildaufbau: Deutlicher Vordergrund, Bildmitte und Hintergrund.

Klare Bildaufteilung: Steine im Vordergrund, Spiegelung in der Mitte, Berg und Wolken im Hintergrund.

Weitwinkelobjektive werden sehr häufig in der Landschaftsfotografie empfohlen und auch eingesetzt. Weitere häufige Anwendungsfelder für Weitwinkelobjektive sind:

  • Architekturfotografie
  • Innenraumaufnahmen
  • Astrofotografie (am besten in Verbindung mit einer kleinen Anfangsblende)
  • seltener: Portraitaufnahmen
  • Reportagefotografie

Mehr zu Objektiven findest du im Eintrag: Objektiv

Weißabgleich

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Zoom

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